Parti Populaire wird aufgelöst

<p>Mischaël Modrikamen gründete die Parti Populaire vor zehn Jahren.</p>

Mischaël Modrikamen gründete die Parti Populaire vor zehn Jahren.

| Foto: Photo News

„Die anwesenden Mitglieder haben einstimmig beschlossen, die Partei aufzulösen. Die Entscheidung wird sofort wirksam", heißt es in einer Mitteilung der PP. „Wir wollen nicht mehr Garant sein für ein antidemokratisches System, das die Parti populaire stets von der politischen Debatte ferngehalten hat. Eine solche Haltung gibt es nur im französischsprachigen Belgien und wird einer der Gründe für die Spaltung des Landes sein. Die PP hat sich stets jeder Form von Demagogie widersetzt, indem sie realistische, voluntaristische und bezahlbare Vorschläge gemacht hat", heißt es weiter in dem Kommuniqué.

Das Ende der PP hing schon seit einiger Zeit in der Luft. Kurz nach den Wahlen hatte der Parteivorsitzende Mischael Modrikamen angekündigt, die Politik an den Nagel zu hängen. Damals machte er deutlich, dass es vielleicht einen Durchstart in Zusammenarbeit mit anderen Rechtsparteien geben könnte, aber dieser kam nicht.

Die PP wurde 2009 gegründet und hatte damals den Ehrgeiz, alle rechten Wähler im französischsprachigen Belgien einzubinden. Bei den Wahlen 2010 bekam die Partei einen Sitz in der Kammer, vier Jahre später zwei (einen in der Kammer, einen im wallonischen Parlament). In die Schlagzeilen schaffte es die Partei aber vor allem wegen interner Streitigkeiten. Bei den Wahlen vom 26. Mai konnte die Partei keinen einzigen Sitz gewinnen.

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