Belgiens Zukunft: Jean-Luc Crucke baut auf „vier starke Regionen“

<p>Jean-Luc Crucke</p>
Jean-Luc Crucke | Foto: belga

„Wir müssen dieses Land effizienter machen“, äußerte sich der MR-Politiker gegenüber der Tageszeitung „La Libre Belgique“. Eine Möglichkeit wäre in den Augen von Crucke „vier starke Regionen“. Damit spielt der 56-Jährige auf die Idee einer eigenständigen deutschsprachigen Region an, ohne dabei aber den Terminus wörtlich in den Mund zu nehmen.

Mit vier Region – momentan gibt es hierzulande drei: Flandern, Wallonien und Brüssel – wäre Belgien besser aufgestellt und gleichzeitig auch handlungsfähiger, so Crucke. Damit aber nicht genug: Denn für den Minister wäre das Quartett außerdem eine Chance, um die aktuellen Streitpunkte, die zwischen den unterschiedlichen Gemeinschaften herrschen, ad acta legen zu können.

Was den Konföderalismus, den die NV-A vorantreibt, angeht, hat Jean-Luc Crucke eine klare Haltung: „Konföderalismus bedeutet überhaupt nichts.“ Das sei der völlig falsche Weg. „Es geht nicht darum, die Dinge so zu organisieren, dass man die Regionen gegeneinander ausrichtet. Sie müssen vielmehr gleichberechtigt sein und zusammenarbeiten können“, findet er.

Die Gespräche über eine Staatsreform, die das Ziel verfolgt, hierzulande vier Regionen zu schaffen, müssten nach Angaben von Jean-Luc Crucke aber „vertraulich und mit Ruhe“ geführt werden. (belga/calü)

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