Wie die Tageszeitung „Het Nieuwsblad“ berichtet, hat Generalkommissar Marc De Mesmaeker entschieden, das strikte Alkoholverbot, das vor rund sechs Jahren als Wirtschafts- und Imagemaßnahme eingeführt wurde, zu lockern.
Zum Hintergrund: 2012 hatte die damalige Chefin der Föderalen Polizei, Catherine De Bolle – mittlerweile Leiterin von Europol –, dem Alkoholkonsum während der Dienstzeit den Kampf angesagt, und das konsequent. So mussten die Beamten weder bei Neujahrsempfängen noch bei anderen internen Veranstaltungen auf den Genuss von Alkohol verzichten. Kurzum: Es galt die Null-Promille-Regel – ohne Ausnahme. Eine Entscheidung mit Folgen.
„Das Verbot war für den sozialen Zusammenhalt katastrophal“, wird Marc De Mesmaeker zitiert: „Viele gute Initiativen, die die Kultur der Föderalen Polizei prägen, sind verschwunden.“ Für den 58-Jährigen Grund genug, das Verbot anzupassen, um so die soziale Gemeinschaft der Beamten wieder zu stärken.
Durch die interne Maßnahme haben die Polizisten ab sofort wieder die Möglichkeit, wichtige Karriere- oder Dienstmomente zu feiern. „Wohlgemerkt auf diskrete (und anständige) Weise“, unterstreicht De Mesmaeker. Egal wann und wo dürfen die Tassen aber nicht gehoben werden. Denn die Feierlichkeiten müssen offiziell angefragt und anschließend vom ranghöchsten Beamten genehmigt werden. Außerdem ist der Konsum von Spirituosen strengstens untersagt.
Doch trotz der neuen Politik gilt für die Polizisten auch in Zukunft: keinen einzigen Tropfen Alkohol während der Schicht. (belga/calü)

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