Tatverdächtiger bei Überfall auf Juwelierladen erschossen

Zwischenfall

Der Tatort wurde durch die Polizei abgeriegelt. Foto: Belga

Beim Überfall auf einen Juwelierladen in der Genter Teilgemeinde Oostakker ist ein Tatverdächtiger erschossen worden. Die genauen Umstände des Geschehens sind noch unklar.

Der Überfall erfolgte am Samstag um die Mittagszeit. Offenbar waren zwei Männer beteiligt. Es fielen Schüsse und einer der Täter kam dabei ums Leben. Möglicherweise hat der Juwelier die tödlichen Schüsse abgegeben. Ob es sich dabei um Notwehr handelt, ist ebenfalls noch undeutlich.

Die Nachrichtenagentur Belga berichtet unter Berufung auf der Genter Staatsanwaltschaft nahestehende Quellen, dass die beiden Täter mit einem Moped die Flucht ergriffen hatten. Wenig später sei einer der beiden von dem Moped gefallen. Er habe schwere Schussverletzungen erlitten, denen er wenig später erlag, hieß es. Der zweite Täter sei noch flüchtig und werde unter anderem mit einem Polizeihubschrauber gesucht.

Ein Sprecher der Genter Staatsanwaltschaft sagte, dass alle Dienste – vom Gerichtsmediziner über Labordienste bis zu Waffenexperten – im Einsatz seien, um den Hergang des Geschehens zu klären. Der Tatort wurde weiträumig abgeriegelt. Der Juwelier wurde durch die Polizeibehörden vernommen. (belga)

  1. Och der arme „Überfaller“..
    Hoffentlich bekommt der Juwelier einen „fairen Prozess“…wegen der Rechtstaatlichkeit…usw…

  2. Es heißt Rechtsstaatlichkeit Herr Piersoul.
    Aber warum benutzen sie dieses Wort, wenn sie keine Ahnung haben, was es bedeutet und nicht verstehen wollen, dass Rechtsstaatlichkeit der zentrale Pfeiler jedes demokratischen Staates ist.

    1. Lieber(!!!) Herr Leonard;
      Ich hatte gehofft das Sie sich melden würden…das nennt man „Im Fettnäppchen treten“…
      Sie sind nämlich so „durchschaubar“…
      Mit Freundlichsten und liebsten Grüßen.
      P.R.

  3. Herr Leonard,
    Trolle soll man doch nicht füttern!
    Das muss R.P. wohl gemeint haben.😉

  4. Höflichkeit ist eine Tugend, die ich leider bei einigen Kommentatoren vermisse. Schade!

  5. Zu dem Tathergang gab es seit dem 7. Juli weitere wichtige Einzelheiten, die das GE leider hier nicht gebracht hat:

    „Ze waren gewapend en ze hebben juwelen meegenomen, maar ze hebben niet geschoten”, zegt parketwoordvoerster Eva Brantegem. “Ze vluchtten met een bromfiets, maar de juwelier is hen achternagelopen met een vuurwapen. Hij heeft geschoten naar de overvallers en de persoon die achteraan op de bromfiets zat, is dodelijk geraakt. Ze konden nog enige tijd verder rijden, maar uiteindelijk viel de verdachte van de motorfiets, zo’n twee kilometer verder in de aanpalende Gentstraat.
    ( https://www.hln.be/nieuws/binnenland/juwelier-die-overvaller-doodschoot-in-oostakker-opgepakt-voor-doodslag-tweede-dader-nog-steeds-op-de-vlucht~a13adaf2/ )

    Die Täter selber haben nicht geschossen, sondern der Juwelier ist ihnen anscheinend nach draußen nachgelaufen und hat auf sie gefeuert, als sie schon auf dem Moped saßen und die Flucht ergriffen hatten.

    Es bestand also keine unmittelbare Gefahr mehr für Leib und Leben des Juweliers und anderer Anwesenden. Dieser Schusswaffengebrauch dürfte also nicht durch das Recht auf Notwehr gedeckt sein.

    Mithin dürfte dem Schützen also durchaus ein Verfahren wegen Totschlags drohen, dessen Ausgang dann, wie in einem Rechtsstaat üblich, Herr Piersoul, letztendlich von den Ergebnissen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und von deren Würdigung durch das Gericht abhängen wird.

    Mehr dazu: https://www.actualitesdroitbelge.be/subsection/tap/la-legitime-defense-en-droit-penal/la-legitime-defense-en-droit-penal

    1. Wenn… Herr Schleck, dann erwähnen Sie bitte das Ganze.
      In „Het Nieuwsblad“ stand auch das die Anwesenden Kunden sowie die Eigentümer samt Personal geschlagen und bedroht wurden.
      Es wurden Sogar eine „Waffe am Kopf gehalten“…
      Der Eigentümer hätte nur früher Schießen sollen.

  6. Herr Piersoul, ich habe den Artikel von HLN extra verlinkt, damit jeder ihn nachlesen konnte.

    Aber es ging in meinem Beitrag nur um die Frage, ob der Juwelier für sich in Anspruch nehmen könnte, in Notwehr gehandelt zu haben.

    Nach derzeitigem Kenntnisstand ist diese Frage zu verneinen. Tut mir leid, so ist nun mal das Gesetz, das nicht erlaubt, Selbst- oder gar Lynchjustiz zu üben.

    Schließlich leben wir in einem Rechtsstaat und nicht im Wilden Westen, auch wenn manche das gerne als „rechtstatig Gelaber“ abtun.

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