Keiner weiß, ob „Heidschi Bumbeidschi“ ein Weihnachtslied ist

„Keiner weiß so richtig: Ist das jetzt ein Weihnachtslied oder ist es keins?“, sagte der frühere niederländische Kinderstar mit dem bürgerlichen Namen Hein Simons dem Sender radio B2 (Deutschlands Schlager-Radio). Um Hein Simons, der seit vielen Jahren in Moresnet lebt, ist es ziemlich ruhig geworden. Als Kinderstar war er einfach unschlagbar. Doch Heintje konnte sich ab 1973 (Comeback nach dem Stimmwechsel, den er im Alter von sechzehneinhalb Jahren erreichte) allerdings nie ganz von seinem Image des Kinderstars lösen. Zwar erreichte er 1975 in Südafrika mit zwei in Afrikaans aufgenommenen LPs auch eine große Fangemeinde, in Europa blieb sein Erfolg jedoch bescheiden.

Jetzt spricht Hein Simons über einen seiner Erfolge: „Ich kenne „Heidschi Bumbeidschi“ eigentlich nicht unbedingt als Weihnachtslied. Man kann es zu Weihnachten singen. Es ist ja mehr oder weniger ein Wiegenlied. Man kann es auch mitten im Sommer singen.“ Manche Musikforscher halten den Mundart-Klassiker für rund 200 Jahre alt. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Lied von der hohen Kindheitssterblichkeit alter Zeiten handelt.

Hein Simons versuchte mehrere Comebacks, zuerst unter dem Namen Heintje Simons, später als Hein Simons – wobei er sich Mitte der 1990er-Jahre im Bereich der volkstümlichen Musik etablieren konnte. Er ist seither auch immer wieder als Gast in verschiedenen Musiksendungen und veröffentlicht auch weiterhin neue Alben, allerdings mit mäßigem Erfolg. Hein Simons‘ neue CD „Heintje und ich“ erscheint am 1. Dezember. (um/dpa)