Homophobie: Anzahl Klagen gestiegen

Das interföderale Zentrum für Chancengleichheit, Unia, behandelte im vergangenen Jahr 104 Fälle – das waren sogar 22 Prozent mehr als 2012. „Die Rechtslage hat sich zwar verbessert, und die Akzeptanz hat zugenommen. Aber: Homophobie und Hassbotschaften bleiben bestehen“, sagt Direktorin Els Keytsman.

Bei 30 Prozent der Klagen ging es um Hassdelikte im Alltag (in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf der Straße,…). 29% der Fälle beziehen sich auf Medieninhalte (Hassbotschaften in sozialen Medien), knapp ein Fünftel spielen sich am Arbeitsplatz ab. Obwohl die belgische Gesetzgebung in vielerlei Hinsicht als vorbildlich gilt, plädiert Unia für Verbesserungen. So seien die Möglichkeiten für Opfer, sich zu wehren, unzureichend. Zudem prangert das Zentrum die „faktische Straflosigkeit von homophoben Delikten in der Presse“ an.