Die Brüsseler U-Bahn: Daten, Fakten, Kuriositäten

  • Die Metro beschäftigt 714 Mitarbeiter, die Tag für Tag dafür sorgen, dass 66 Züge (mit mehr als 340 Waggons) rollen. Im ersten Jahr ihres Bestehens setzte sich die Flotte aus 90 Waggons zusammen. Die ersten Züge wurden von der Fabrik „Brugeoise et Nivelles“ in Brügge hergestellt.
  • Es gibt vier U-Bahnlinien mit 59 Stationen. Die meistbesuchte Station ist der Südbahnhof mit mehr als 40.000 Passagieren täglich.
  • Ein Zug vom Typ Boa (Durchgangsmöglichkeit) ist 94 Meter lang und bietet Platz für 729 Passagiere. Die heutige Kapazitätsnorm beträgt vier Passagiere pro Quadratmeter. Die alten orangefarbenen Züge (ohne Durchgang) bieten in jedem Waggon Platz für 140 Passagiere.
  • Die Stib zählt mehr Rolltreppen als Autobusse: 600.
  • Die Entfernung zwischen zwei Metrostationen beträgt 607 Meter im Schnitt. Die größte Distanz ist die zwischen Schuman und Merode mit 1.157 Metern, die kleinste beträgt 308 Meter zwischen Hankar und Delta.
  • Die tiefstgelegenen Stationen sind Merode (20 Meter unter Straßenniveau) und Parc (19 Meter).
  • Die meisten Metrostationen tragen Flur- oder Ortsnamen, einige wurden nach Persönlichkeiten benannt: „Eddy Merckx“, wo das Rennrad ausgestellt ist, mit dem die Radsportlegende 1972 den Stundenweltrekord aufstellte, „Roi Baudouin“, die bis zum Tod des Königs „Amandiers“ hieß, oder „Jacques Brel“, unweit der Stelle, wo der Chansonnier seine ersten Lieder schrieb.
  • Die Station Belgica ist mit einem revolutionären Personenaufzug ausgestattet, einem Schrägaufzug.
  • Der Bahnhof Sainctelette (Linie 2 und 6), komplett fertiggestellt im Jahr 1988, ging nie in Betrieb, da er sich zu nahe an den U-Bahnhöfen Ribaucourt und Yser befindet.
  • Unter den Stationen Trône und Porte de Namur befindet sich der Rohbau eines großen ABC-Schutzbunkers. Das Projekt wurde aus finanziellen Gründen aufgegeben.
  • Weil Postautos es immer schwerer hatten ,sich einen Weg durch den dichten Brüsseler Verkehr zu bahnen, wurden Ende der 60er Jahre entlang einiger Strecken der U-Bahn spezielle Rohre mit 50 cm Durchmesser verbaut. Diese verbinden die Postsortierzentren „Brüssel X“, „Brüssel 1“, und „Brüssel 4“. Die Rohrpostanlage wurde aber nie in Betrieb genommen. (gz)

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