Aachen-Arkaden wie leergefegt

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             Aachen-Arkaden wie leergefegt
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Die Schließung der Aachen-Arkaden konnte die Betreibergesellschaft nach der zwischenzeitlichen Abschaltung der Warnanlage im Sommer zwar abwenden, aber dennoch stehen dem zweitgrößten Einkaufszentrum der Kaiserstadt schwere Zeiten bevor. Denn mittlerweile sind zwei Drittel der Läden verwaist. Im Unter- sowie im Obergeschoss sind laut „Aachener Nachrichten“ nur noch fünf Ladenlokale belegt, im Erdgeschoss sind es noch ein Dutzend Geschäfte. Kein Wunder, dass angesichts der schlechten Auslastung bei den verbliebenen Mietern und deren Beschäftigten nicht gerade gute Stimmung herrscht.

Neues Konzept der Betreibergesellschaft lässt auf sich warten.

Die Atmosphäre sei gespenstisch, „geradezu wie in einem Geisterhaus“, zitieren die „Aachener Nachrichten“, einen Mitarbeiter. Einige der verbliebenen Mieter klagen über dramatische Umsatzrückgänge und eine schwierige Kommunikation mit den Verantwortlichen. „Man hat nicht den Eindruck, dass es einen Plan A oder einen Plan B gibt“, lässt ein Insider durchblicken.

Bereits im Sommer hatte sich abgezeichnet, dass die Aachen-Arkaden in naher Zukunft an Attraktivität verlieren würden. Damals waren Großmieter wie Deichmann und S.Oliver auf dem Absprung oder hatten bereits ihre Ladenlokale im Einkaufszentrum geschlossen. Hinter vorgehaltener Hand erklärten frustrierte Händler, dass die Betreibergesellschaft, die Berliner „Intown“-Gruppe, sie regelrecht vergraulen wolle.

Ein Vorwurf, den die Verantwortlichen zurückwiesen und stattdessen von einer konzeptuellen Neuausrichtung sprachen. Details nannte man nicht, doch war klar, dass bauliche Veränderungen angedacht waren. Bislang liegt jedoch weder ein neues Konzept noch ein Bauantrag beim Aachener Bauordnungsamt vor.

Bei „Intown“ will man die Lage jedoch nicht dramatisieren. Im Gegenteil: Dass viele Geschäftslokale leer stehen, sei im Zuge einer Neupositionierung einer Einkaufsmeile dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich. Und zudem möchte man sichergehen, dass die anvisierten Neuerungen auch umsetzbar seien.

In Sachen neues Konzept arbeite man derzeit am „Feintuning“, wie „Intown“-Sprecher Robert Döring den „Aachener Nachrichten“ erklärte. Einzelheiten nannte er nicht, nur so viel: Interessenten gebe es einige. Mit einer bloßen „Auffüllung“ des Leerstandes sei es in den Aachen-Arkaden jedoch nicht getan, folgern die „Aachener Nachrichten“. Schließlich habe die bisherige Strategie des Shoppingcenters in den vergangenen zehn Jahren alles andere als gut funktioniert. (red)