Vor 25 Jahren verkauften die Franziskaner den Garnstock

Schon 1976 hatten sich die letzten Ordensbrüder nach Xanten verabschiedet. Das Collège Patronné mietete nach einem Brand am Kaperberg die Räumlichkeiten an und siedelte dort für sieben Jahre das Internat an. Die Oberstufe befand sich bereits seit 1973 dort. 1983 kehrten die Schüler aber wieder in ihr vergrößertes Stammhaus in der Eupener Innenstadt zurück, sodass der Garnstock leer lag und der Orden erste Gespräche mit Immobilienpromotoren führte.

Der damalige Kulturschöffe und frühere Collège-Direktor Prof. Dr. Alfred Minke überzeugte Dechant Wim Geelen von der Notwendigkeit, den Komplex im Sinne der Glaubensgemeinschaft weiterzuführen. Für eine Million Franken wurde dieser dem Orden abgekauft. Die Pfarre zahlte die eine Hälfte, das Bistum gab über die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen. Die VoG Kulturelle Stiftung St. Franziskus von Assisi-Garnstock trat an die Stelle der VoG des Ordens. "25 Jahre Wegstrecke haben wir nun zurückgelegt und es geschafft, den Garnstock zu erhalten", zog Alfred Minke eine zufriedenstellende Zwischenbilanz. Zur Festmesse wird am Samstag Bischof Aloys Jousten erwartet.