Vierter Band der GEV-Reihe „Grenzerfahrungen“ thematisiert die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen

Das Bild zeigt DG-Ministerpräsident Oliver Paasch, die Herausgeber des vierten Bandes, Carlo Lejeune, Peter M. Quadflieg und Christoph Brüll sowie Ernst Thommessen (von links), den Herausgeber des GrenzEcho. | David Hagemann

Dessen vierter Band, der erneut im Grenz-Echo Verlag (GEV) erschienen ist, trägt den Titel „Staatenwechsel, Identitätskonflikte, Kriegserfahrungen (1919-1945)“. Krieg, Krisen und Umbrüche, aber auch Fortschrittsglaube, Hoffnungen und Kontinuitäten kennzeichnen Europa im Zeitalter der Weltkriege. In der Grenzregion führen Grenzverschiebungen zu Orientierungslosigkeit, aber auch Beharrung. Eupen-Malmedy ist zu jener Zeit Randregion zwischen zwei Vaterländern, die in ihm keinen Zwischenraum erkennen wollen. Am 20. September 1920 wurde Eupen-Malmedy im Zuge des Versailler Friedensvertrages Belgien angegliedert. Betreut wird die Publikationsreihe vom Zentrum für Ostbelgische Geschichte, das zurzeit ebenfalls an einem Portal zur ostbelgischen Geschichte arbeitet. Außerdem steht die historische Tätigkeit im Zeichen des Jubiläumsjahres 2020 (100 Jahre Zugehörigkeit von Eupen-Malmedy zu Belgien). Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG, links) unterstrich den hohen Stellenwert, den die DG der Geschichtsarbeit bemisst und stellte mit Blick auf rechtsradikale und rechtspopulistische Tendenzen einen Zusammenhang zur Gegenwart her. (sc)