Der Caterpillar-Schock im Überblick

  • Mark Thompson, der Finanzdirektor von Caterpillar, informierte am Freitag das Management des Werks in Gosselies über die geplante Schließung. Der operative Direktor des Standorts, Thierry Hansen, erklärte, er sei von der Nachricht „erschüttert worden“. Trotz der Unruhe in den vergangenen Tagen sei die Überraschung groß gewesen „Wir haben alles getan, um dieses Szenario zu verhindern“, so Hansen.
  • Die Schließung von Caterpillar Gosselies, wo aktuell 2.200 Menschen arbeiten, wird schwere Folgen für die gesamte Region Charleroi haben. Viele Zuliefererbetriebe sind betroffen. Die Gewerkschaft CSC Métal schätzt, dass insgesamt über 6.000 Jobs der Schließung zum Opfer fallen werden.
  • Als Gründe für die geplante Schließung nannte Caterpillar-Chef Markt Thompson: die Größe des Werks und die Kosten, die es verursacht; die mangelhafte Auslastung; die Tatsache, dass Caterpillar anderswo günstiger produzieren könne.
  • Caterpillar rühmt sich damit, seine Dividende an die Aktionäre in den letzten zehn Jahren verdoppelt zu haben. „Seit 22 Jahren steigt die Dividende“, heißt es im Jahresbericht von 2015.
  • Alleine im zweiten Quartal des laufenden Jahres hat Caterpillar einen Gewinn von 785 Millionen Dollar eingefahren. Der Umsatz lag bei 10,3 Milliarden Dollar. Allerdings gehen die Verkäufe immer weiter zurück, alleine im zweiten Quartal um 16 Prozent.

Unsere Beiträge zum Thema Caterpillar:

Caterpillar: „Ein echter Schock, ein menschliches Erdbeben“

-->