VDT ehrte verdienstvolle Sportler der Saison 2015/2016 – Feier zum 40-jährigen Bestehen im Oktober 2017

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             VDT ehrte verdienstvolle Sportler der Saison 2015/2016 – Feier zum 40-jährigen Bestehen im Oktober 2017
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Am 22. Oktober lud der Verband Deutschsprachiger Turnvereine (VDT) zu seiner jährlichen Komiteeversammlung ein.

In der Fußballkantine des RFC St.Vith wurden Termine und Fragen für die anstehende Saison besprochen und die verdienstvollen Turnerinnen und Turner der vergangenen Saison geehrt.

Im Oktober 2017 wird zum 40-jährigen Bestehen des Verbandes eine Gala im Triangel präsentiert.

Zu Beginn der Versammlung wurde eine Schweigeminute in Gedenken an Karl Nelles gehalten. Vor wenigen Wochen war das mehrere Jahrzehnte aktive VDT-Vorstandsmitglied gestorben.

Nach diesem kurzen Moment der Ruhe folgten seitens des Verbandes eine Reihe von Mitteilungen: Im November tritt Anne-Marie Stoffels die Stelle als zweite technische Leiterin an, der Bronzetest bleibt im Rahmen des Turnabzeichens bestehen und in Kürze wird wieder eine Trainer B-Ausbildung Turnen angeboten.

Die Vereine begrüßten diese Initiative. Allerdings gab es kleinere Bedenken, ob genug Kandidaten, mindestens acht müssen es sein, gefunden werden. Sie erklärten, dass die Trainer C-Ausbildungen Allgemein und spezifisch Turnen besser aufeinander abgestimmt werden müssten, da die Ergebnisse bzw. Nachprüfungen, in diesem Jahr erst kurz vor Beginn der spezifischen Modulreihe bekannt gegeben wurden.

Der Verband wird diese Probleme an die Sportkommission der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die für die Aus- und Weiterbildungsplanung verantwortlich zeichnet, weiterleiten, betonte die technische Leiterin Manuela Mertens. Joseph Thaeter, ehemaliger technischer Leiter des VDT, erklärte, dass die neuen Verantwortlichen sich dort noch finden müssen. Er begrüßte es aber, sie auf die Schwierigkeiten hinzuweisen.

Die Turnlandschaft in der DG ist groß: 17 Vereine haben 2.300 aktive Mitglieder, davon 1.300 Kinder unter zwölf Jahren. „Unsere Aufgabe ist nicht nur, den Leistungssport zu vermitteln, sondern auch den Spaß am Turnsport. Sport fördert im Allgemeinen die Leistungsfähigkeit, auch in der Schule“, so Präsident Bruno Müller.

Dass bei 48 Wettbewerben im Rahmen des VDT 2015/2016 insgesamt 2.250 Teilnehmer zu verzeichnen waren, spreche für sich.

Dabei ragten einige sehr heraus, die sowohl bei den Meisterschaften im deutschsprachigen Raum, als auch auf wallonischer und auf belgischer Ebene vordere Platzierungen erkämpften: Im Tumbling wurden Jasmina Hansen (Kat. 17-18 Jahre), Dinja Mennicken (Kat. 15 Jahre, bei TV Raeren), Luisa Grieven (Kat. 17-18 Jahre, TSG Amel), Lisa Reuter (Kat. 13-14 Jahre), Lena Huberty (15 Jahre) und Soraya El Rhoul (Kat. 13-14 Jahre, alle TV Nidrum) ausgezeichnet.

Im Rhönrad-Turnen erhielten Ellen Havenith, Lara Patzer, Anna Crott und Achim Pitz (alle Eupen) einen Preis.

Bei den klassischen Turnern standen in der vergangenen Saison Lukas Fickers (Kat. 14-18 Jahre, Division 1) und Yorin van den Lancker (Kat. 12-13 Jahre, Division 1) häufig sehr weit oben. Beide entstammen dem Leistungszentrum Rocherath, trainieren aber in Mons.

Aus dem Turnleistungszentrum Amel gehörten zu den Spitzenkräften 2015/2016 Céline Kistemann (16 Jahre), Aïcha Brüls (13 Jahre) und Lynn Treinen (12 Jahre). Letztere ist die Anwärterin auf eine BeGold-Unterstützung.

Diese Förderung ist die belgische Spitzensportförderung, die über vier Jahre im Vorfeld der olympischen Spiele vergeben wird.

Den VDT-Fairplay-Preis erhielt Achim Pitz, der durch einen Kampfrichterfehler eine WM-Finalteilnahme verpasste und schon wenige Stunden später schrieb: „Ich verzeihe den Kampfrichtern ihren Fehler. Ich bin selbst Kampfrichter und weiß, man kann nicht alles sehen.“

Seit sieben Jahren nun trainiert Lukas Fickers in Mons. Mit zwölf Jahren hat er sich dafür entschieden. Aufgrund der Kontingent-Diskussionen zwischen Wallonen und Flamen durfte er nicht mit zur Europameisterschaft fahren. Dennoch sind seine Leistungen auf höchstem belgischem Niveau sehr beachtlich.

Der VDT kürte Lukas Fickers zum Sportler des Jahres und überreichte ihm den Preis des Ehrenpräsidenten Fritz Goenen.

Bevor die neue Saison mit dem ersten Wettbewerb am 18. November beginnt, wurde Lili Bongartz, die sich über mehrere Jahrzehnte als VDT-Sekretärin nicht nur um Anmeldungen und Lizenzen kümmerte, sondern zudem das ganze Programmheft erstellte, in den Ruhestand verabschiedet.

(gris)