»Viele Lufterfrischer gesundheitsschädlich«

(GE-Artikel vom 23.11.04 und vom 24.11.04) Die Produzenten und Händler dieser Produkte wehren sich gegen die Verbraucheraufklärung durch Test-Achats, weil sie ihre Profitinteressen gefährdet sehen. Nötig sind Verzicht, Verbot und freiwillige Solidarität mit den Betroffenen, die z.T. unwissentlich (!) darunter leiden. Der Gesetzgeber handelt nicht mangels Druck durch Verbraucherschutzorganisationen. Mit synthetischen Duftstoffen haben immer mehr Menschen erhebliche Probleme. Und leider sind diese Duftstoffe immer häufiger anzutreffen: in Parfums, After Shave, Eau de Toilette, parfümierten Haarsprays, Raumsprays, Waschmitteln, duftenden Weichspülern, Pflegeprodukten, Deodorants oder Kosmetika, „Geruchsvernichtern“ und WC-Steinen, in Kaufhäusern usw. Mögliche Folgen sind irritative, respirative und neurologische Beschwerden sowie Krebs, Geburtsdefekte, Fehlgeburten, usw. Das deutsche Umweltbundesamt in einer Stellungnahme: »Um die Gesundheit sensibler Personen nicht zu gefährden, sollten Duft- und Aromastoffe in öffentlichen Gebäuden, wie Büros, Kaufhäusern oder Kinos nicht eingesetzt werden… Wenn Personen über Allergien, Befindlichkeitsstörungen und unspezifische gesundheitliche Symptome klagen, sollte auch an Riech- und Aromastoffe als mögliche Ursache gedacht werden. Im Zweifelsfall sollten diese Personen auf den Gebrauch von Riech- und Aromastoffen verzichten.« Alle genannten und folgenden Tatsachen u.v.a.m. sind wissenschaftlich belegt und können mit den entsprechenden Quellenangaben unter www.csn-deutschland.de ausführlicher nachgelesen werden. Die meisten Parfums enthalten mehrere hundert Einzelsubstanzen. Teils ist die akut toxische und chronische Wirkung der heute möglichen 5000 verschiedenen Bestandteile von Duftkompositionen sowie die der enthaltenen Konservierungsstoffe aus der Toxikologie hinlänglich bekannt; der Einsatz derselben Stoffe ist in andern Industriezweigen meist streng reguliert! Teils gibt es keine langzeittoxikologischen Erkenntnisse, v.a. über die Wechselwirkung der Inhaltsstoffe; dennoch gelangen diese unerforscht und ungeprüft zum Einsatz. Raumsprays tragen zur Luftverschmutzung und Toxizität des Innenraumes bei (Anderson Laboratories). Selbst geringe Parfümkonzentrationen, die nicht gerochen werden, können zu Störungen der Hirnströme führen. Die beabsichtigte „positive“ Beeinflussung der persönlichen Stimmung durch Duftstoffe kann genau so gut Ängste, Panik, Aggression und Depression hervorrufen. Auch natürliche Parfums und ätherische Öle stellen Allergene dar oder können sensibilisierend wirken. Interessierte finden weitere nützliche Informationen zum Thema im »Ökotest Sonderheft Kosmetik« sowie unter www.umwelterkrankte.de, www.simile.de, www.PureNature.de.