„Die Zahl der zweifelsfrei nachgewiesenen Todesopfer von Tschernobyl und Fukushima liege zusammen im zweistelligen Bereich“ schreibt Prof. Nonn, Historiker als DPA-Nachricht im GrenzEcho am 7. Mai. Damit behauptet er, „nur“ max. 99 Menschen seien zweifelsfrei an den Folgen der beiden Atom-Super-Gau gestorben. Da hat er recht! Außer bei der Strahlenkrankheit gibt es nämlich überhaupt keinen direkten „zweifelsfreien“ Nachweis, dass ein Mensch individuell an den Folgen von Radioaktivität, verstorben ist. Dieses Fehlen eines einfachen Nachweises wird oft, wie jetzt auch von Prof. Nonn, benutzt, Radioaktivität zu verharmlosen. Weltweit haben seit Hiroshima zahlreiche Wissenschaftler akribisch geforscht, um zu beweisen, dass Radioaktivität in jeder Stärke krank macht und tötet.
Es gibt umfangreiche Studien, besonders auch aus der ehemaligen Sowjetunion, aber auch aus den USA, die die Zahl der Opfer nach Tschernobyl auf ca. 170.000 (US) bis ca. 450.000 (ehem. UDSSR)Todesopfer abschätzen.
Es ist „zweifelsfrei“ erwiesen, dass nach einem Super-Gau die Zahl der Fehl- und Totgeburten rapide ansteigt, dass Kinder missgebildet werden, dass Tumorkrankheiten zunehmen und dass kein Organsystem von einer Krankheitshäufung ausgenommen bleibt. Diese Forschungsarbeiten sind frei zugänglich. Siehe u.a. bei IPPNW.de. Warum sollen wir keine Angst haben vor einem Atomunfall, der uns zusätzlich alle arm machen wird, der die Heimat unbewohnbar macht, alle Arbeitsplätze vernichtet, großflächige Umsiedlungen erzwingt?
Wer! bringt einen Historiker der renommierten Heinrich Heine Universität dazu, so einen Unsinn zu verbreiten? Und prüft DPA Veröffentlichungen im Zeitalter von Fake-news nicht mehr auf ihren Wahrheitsgehalt?