Guido Scholzen aus Schönberg fragt sich, warum er sich über den Nahost-Konflikt aufregen soll. Der Liberia-Konflikt habe bis heute mehr Tote, Verwundete, Vertriebene usw… verursacht: Mitte des 19. Jh. wanderten, noch vor dem US-Bürgerkrieg, schwarze Sklaven aus den USA in Richtung Afrika, unterstützt von weißen Kolonialherren, aus, in die „Heimat“ der Schwarzen. Dort angekommen wurde später der Staat Liberia gegründet. Aber die dort lebenden Bantu-Völker sahen die jetzt freien Sklaven nicht als schwarze Brüder (warum auch), denn diese nahmen den Bantus ihre Ländereien weg. Schwarzer Kolonialismus in Afrika! Diese Situation ist vergleichbar mit Israel. Die Juden in Europa gingen nach Nahost, um dem Antisemitismus der Europäer zu entfliehen, auch schon vor dem Holocaust, und gründeten Kolonien in Palästina. Aber sie wurden nicht von den Arabern als semitische Brüder empfangen, wie die eigene zionistische Propaganda sie belogen hatte. Schließlich wurde auch der Staat Israel gegründet, mit Unterstützung der USA. Fazit: Der Liberia-Konflikt verursacht bis heute mehr Tote, Verwundete, Vertriebene, usw… als der Nahost-Konflikt. Warum dann aufregen über Israel und Company? Die Presse und Politik geilt sich daran auf, obwohl das öffentliche Interesse sinkt. Ist ein Semite, egal welcher „Couleur“, etwa mehr wert als Schwarzafrikaner? Sollen sich die semitischen „Wilden“ doch gegenseitig beschießen in ihrem Großstadt-Dschungel: Mir soll’s egal sein.