Kletter-Show am Puy de Dôme: Punktsieg für Pogacar

<p>Oben angekommen: Tadej Pogacar machte auf dem Weg den Puy de Dome hinauf acht Sekunden auf Jonas Vingegaard gut.</p>
Oben angekommen: Tadej Pogacar machte auf dem Weg den Puy de Dome hinauf acht Sekunden auf Jonas Vingegaard gut. | Foto: belga

Wie entfesselt stürmte Tadej Pogacar die ultrasteile Rampe des legendären Puy de Dôme hinauf, sein großer Rivale Jonas Vingegaard kämpfte auf dem Vulkan kurz dahinter mit letzter Kraft um jede Sekunde. Die beiden Top-Stars lieferten bei der 110. Tour de France eine weitere famose Kletter-Show ab – mit einem Punktsieg für Pogacar. Der zweimalige Toursieger knöpfte auf dem Berg der Champions dem Titelverteidiger acht Sekunden ab, das Gelbe Trikot bleibt aber auf den Schultern von Vingegaard.

Als Pogacar beim Etappensieg des kanadischen Ausreißers Michael Woods die Wetterstation auf dem 1415 Meter hohen Gipfel nach 182,4 Kilometern erreichte, war der Slowene völlig am Ende. Beim Showdown setzte er einen weiteren Nadelstich – mehr aber auch nicht. So behält Vingegaard mit 17 Sekunden Vorsprung das Gelbe Trikot.

1,5 Kilometer vor dem Ziel setzte Pogacar eine seiner gefürchteten Attacken auf dem bis zu 18 Prozent steilen Anstieg. Vingegaard kämpfte verbissen um Anschluss – und hielt den Schaden in Grenzen. Damit hat sich Pogacar erneut in starker Verfassung gezeigt, nachdem er zum Auftakt in den Pyrenäen noch von Vingegaard düpiert worden war.

Den Tagessieg holte sich Woods, der mit 13 weiteren Fahrern früh ausgerissen war und am Ende das größte Stehvermögen hatte. Dahinter folgten der Franzose Pierre Latour und der Slowene Matej Mohoric.

Als das Feld rollte, waren erst einmal die Ausreißer am Zug. Eine Gruppe von 14 Fahrern setzte sich ab und fuhr einen Vorsprung von über 14 Minuten heraus. Das reichte, um beim Schlussanstieg nicht mehr eingeholt zu werden.

Nach dem ersten Ruhetag am Montag wird die Tour am Dienstag mit der zehnten Etappe über 167,2 Kilometer von Vulcania nach Issoire fortgesetzt. Bei fünf mittelschweren Bergwertungen gibt es ein ständiges Auf und Ab im Zentralmassiv, was einer Ausreißergruppe entgegenkommen sollte. (dpa/leo)

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