Premierministerin Sophie Wilmès (MR) wird die Abgeordnetenkammer bitten, der Föderalregierung für sechs Monate das Vertrauen einzig zur Bewältigung der Coronakrise auszusprechen. Dies wurde am Montagabend bei einer Sitzung der Präsidenten und Delegierten der zehn Parteien geklärt, die der Regierung die Sondervollmachten verleihen wollen.
Die Stadt Lüttich hat am Wochenende eine erste Bilanz der vergangenen Tage gezogen und gleichzeitig zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um auf die sich ausweitende Corona-Krise zu reagieren. Zudem dankte die Stadt der gesamten Bevölkerung für die tatkräftige Mithilfe bei der Umsetzung der weitreichenden Maßnahmen gegen das Virus.
Um die Strategie zu unterstützen, die Corona-Pandemie einzudämmen, hat die Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien (VSZ) beschlossen, den Publikumsverkehr voraussichtlich bis zum 3. April 2020 auszusetzen.
Im Kampf gegen das Coronavirus hat Deutschland am Montag an den Übergängen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark sowie zur Schweiz mit strengen Grenzkontrollen begonnen. Auch Kontrollen an der Grenze zu Belgien seien kurzfristig durchaus möglich.
Verlassene Pausenhöfe, leere Klassen und keine Schüler: Die Eifeler Sekundarschulen waren am Montag fast komplett verwaist. Lediglich das Kgl. Athenäum St.Vith verzeichnete einen Jugendlichen, der die Betreuung in Anspruch nahm. Stellenweise besuchten zwar einige wenige Kinder die Primarschulen. Aber das prioritäre Ziel, so wenig wie möglich Personen in den Schulen zu haben, scheint erreicht zu sein.
Vor dem Hintergrund der Entwicklungen in Bezug auf die Coronavirus-Epidemie und der vom nationalen Sicherheitsrat getroffenen Maßnahmen hat das Parlamentspräsidium beschlossen, alle Ausschusssitzungen, die bis zum 3. April 2020 geplant waren, abzusagen.
Im Rahmen einer TV-Ansprache hat König Philippe der belgischen Bevölkerung im Zuge der Coronakrise Mut zugesprochen. Das Staatsoberhaupt sprach von einer entscheidenden Phase, um die Ausbreitung eindämmen zu können.
Das flämische Institut für biotechnologische Forschung (VIB) hat am Montag die Entdeckung eines Antikörpers bekannt gegeben, der in der Lage ist, das Virus, das Covid-19 verursacht, zu neutralisieren. Es sind jedoch noch weitere Untersuchungen erforderlich, um die Ergebnisse zu bestätigen.
Eine geschäftsführende Minderheitsregierung erhält für maximal sechs Monate Sondervollmachten, um das Coronavirus zu bekämpfen: ein typisch belgischer Kompromiss à la Magritte oder Flickschusterei? Mag stimmen, aber: „Not kennt kein Gebot“, argumentiert der Politologe Jean Faniel.
Keine Kita mehr? Dann machen wir doch einfach unsere eigene, Coronavirus hin oder her! Doch Experten sagen: Besser nicht - oder nur mit ganz bestimmten, strengen Regeln.
Am Wochenende erlebte die 1. Division den ersten Teil ihrer Zwangspause. Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus wurden landesweit alle Sportveranstaltungen verboten, was auch die Meisterschaft in der 1. Division auf Eis gelegt hat.
Auf Streifenfahrt in der Aachener Innenstadt fielen deutschen Polizeibeamten am Sonntagabend gegen 23.40 Uhr zwei PS-starke Pkw ins Auge. Der Grund des Treffens: ein illegales Straßenrennen.
Seit knapp einem Monat verfügt die Notrufnummer 112 über ein Wahlmenü. Wer den Rettungsdienst oder die Feuerwehr braucht, muss die 1 drücken, für die Polizei die 2. Aber selbst wenn der Anrufer die falsche Zahl drückt, oder aber keine Wahl trifft, wird sich in den Notrufzentralen des Landes jemand melden.
Je weniger Menschen reisen, desto weniger wird das Coronavirus von Ort zu Ort getragen. Mit diesem Argument will Ursula von der Leyen die Außengrenzen der EU für viele Reisende schließen.
Auch in Deutschland spitzt sich die Coronakrise zu. Viele Geschäfte und Kneipen sollen dicht machen, der Tourismus eingeschränkt werden. Selbst Spielplätze sollen geschlossen werden. Ziel: Soziale Kontakte weitgehend einschränken, ab sofort.
Mit Blick auf die Schutzmaßnahmen im Kampf gegen die Coronakrise spricht die deutschsprachige Kammerabgeordnete Kattrin Jadin von den größten Eingriffen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Wie die Eupenerin die Lage bewertet, erklärt sie im Interview mit dem GrenzEcho.
Endlich Frühling und wärmende Sonnenstrahlen. Angesichts der veränderten Lebensumstände drängt es die Menschen zurzeit noch mehr als sonst ins Freie. Im Emmaburger Wald und im Hohnbachtal sind es in diesen Tagen Tausende, die Narzissen und Bärlauch bewundern. „Die Natur tut uns gut und motiviert – gerade jetzt“, so lauten die beim Spaziergang eingefangenen Kommentare.
Belgien bleibt weiterhin ohne eine richtige Regierung. Die PS will offensichtlich nicht, dass irgendein Gebilde geformt wird, das auch nur entfernt nach einer Regierung aussieht. Selbst angesichts der außergewöhnlichen Umstände. Dabei ist entschiedenes Handeln überfällig: Trotz Perma-Krisen-Modus wurde in zwölf Jahren keines der wirklichen Probleme gelöst.