In seiner Ansprache zum morgigen Nationalfeiertags hat König Philippe den Betroffenen der Unwetterkatastrophe sein Mitgefühl ausgesprochen. Gleichzeitig lobte er die „immense Solidarität“. Auch die Coronakrise kam zur Sprache.
Ein zweijähriges Kind ist am Montagabend in der Gospertstraße in Eupen auf die Fahrbahn und vor ein fahrendes Auto gelaufen. Der Fahrer reagierte schnell und verhinderte das Schlimmste.
Der wallonische Vize-Ministerpräsident und Minister für Wirtschaftsfragen, Willy Borsus (MR), hat sich am Dienstagmorgen ein Bild vom Ausmaß der Unwetterkatastrophe im Eupener Kabelwerk sowie in der Druckerei Kliemo gemacht.
Die Seniorenresidenz Leoni in Kelmis hat ab sofort Platz für zehn weitere Bewohner. Das teilt Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) in einer Pressemitteilung mit.
Nach der Unwetterkatastrophe drängt sich die Frage auf, ob man Schlimmeres hätte verhindern können, indem die Eupener Wesertalsperre bereits in den Tagen vor den heftigen Regenfällen vorsorglich Wasser abgelassen hätte. Der Experte Damien Ernst wirft den Verantwortlichen Versäumnisse vor, der wallonische Minister Philippe Henry (Ecolo) reagiert nun auf die schweren Vorwürfe.
Zwischen dem 10. und 16. Juli wurden täglich durchschnittlich 1.330 Corona-Neuinfektionen registriert – das bedeutet einen Anstieg um 42 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Gesundheitsinstituts Sciensano hervorgeht.
Am heutigen nationalen Trauertag werden König Philippe und Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) in Verviers an einer Gedenkfeier für die Opfer der Hochwasserkatastrophe teilnehmen.
Das Hochwasser hat in der vergangenen Woche nicht nur viele Privatwohnungen zerstört. Schwere Schäden hat auch der größte private Arbeitgeber in Ostbelgien, das Eupener Kabelwerk, davongetragen. Diese werden für einen monatelangen Produktionsausfall und eine dementsprechende technische Arbeitslosigkeit für Hunderte Mitarbeiter sorgen.
Die belgischen Versicherer werden als Folge der Überschwemmungen mindestens 150 Millionen Euro Schadensersatz auszahlen müssen, dies hat eine „vorsichtige Schätzung“ des Branchenverbandes Assuralia ergeben. Der definitive Gesamtschaden werde diesen Betrag weit übersteigen und könnte in die Hunderte von Millionen gehen.
Als Modedesigner ist der gebürtige Weywertzer Philippe Thomas in Ostbelgien bekannt. In den letzten Jahren hat er weiterhin Kleidungsstücke entworfen, sich aber auch mit Yoga, Meditation, gesunder Ernährung und vielen anderen Dingen beschäftigt. Nun eröffnet er in St.Vith das erste Holistic Center in Belgien.
In Zeiten, in denen Ökologie und Umweltschutz einen immer wichtigeren Stellenwert im Bewusstsein der Menschen einnehmen, sollte man das systematische Ausdrucken von Kassenzetteln auf den Prüfstand stellen. Dieser Meinung ist jedenfalls die deutschsprachige Regionalabgeordnete Christine Mauel (PFF-MR), die im wallonischen Parlament einen Dekretvorschlag hinterlegt hat, um den fakultativen Ausdruck von Kassenzetteln in der Gesetzgebung zu verankern. Im September soll in Namur darüber abgestimmt werden.
„Die vorsichtige Herangehensweise bleibt der richtige Ansatz.“ Dies sagte Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) nach dem Konzertierungsausschuss von Montag, bei dem die Regierungen des Landes trotz stark steigender Infektionszahlen keine Maßnahmen verschärft haben. Wohl wird ein Covid Safe Ticket für Veranstaltungen schon ab 1.500 Personen eingeführt und werden Reisende strenger kontrolliert.
Eine Volksvertretung im Krisenmodus: Neben der Corona-Pandemie standen am Montagabend im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG) die Folgen des Hochwassers im Mittelpunkt der aktuellen Plenarsitzung. Abgeordnete und Regierung legten eine Schweigeminute für die Betroffenen der Katastrophe ein, die auch in Ostbelgien für schwere Verwüstungen gesorgt hatte.
Im Moment gilt alle Aufmerksamkeit der Hilfe der Flutopfer, aber in der nächsten Phase wird es eine „gründliche Evaluierung der Organisation der Rettungseinsätze“ geben. Das sagte Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V) am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Rettungsdiensten. Zu diesem Zweck werde eine „LernKommission“ eingerichtet, um alle Vorgänge zu untersuchen. Auch soll die von der Vorgängerregierung durchgeführte Reform des Zivilschutzes auf den Prüfstand gestellt werden.
Die physische und psychische Gesundheit der hungerstreikenden Papierlosen in der Beginenhofkirche und auf dem Campus der Universitäten VUB und ULB verschlechtert sich rapide – einige von ihnen weigern sich nun auch zu trinken. Gleichzeitig braut sich über der Föderalregierung ein heftiges Unwetter zusammen.
Ein Orgelkonzert der Sonderklasse erlebten die Zuhörer auf Einladung der Konzertgesellschaft Musica Viva Eupen mit Hans-Georg Reinertz aus Eupen in der renovierten St. Bartholomäus-Pfarrkirche Elsenborn.