Lebensmittel- und Geldspenden: Belgische Supermarktketten leisten massiv Hilfe

<p>Lebensmittel- und Geldspenden: Belgische Supermarktketten leisten massiv Hilfe</p>
Illustrationsbild: dpa

Die größte Supermarktkette des Landes, Delhaize, spendete eine Million Euro an das Rote Kreuz. Am vergangenen Donnerstag schickte die Kette außerdem 10.000 Lebensmittelpakete und 22.000 Liter Wasser in die betroffenen Gebiete. „Nur wenn wir uns gegenseitig helfen, können wir gemeinsam aus dieser Situation herauskommen“, sagt Generaldirektor Xavier Piesvaux.

Die Colruyt Goup, zu der fast 500 Geschäfte gehören, hat sich vor allem auf die logistische Unterstützung vor Ort konzentriert. Am vergangenen Samstagmorgen fuhren zwei volle Lastwagen mit Konserven und Hygieneprodukten in die betroffenen Regionen. Diese wurden an die Lebensmittelbanken von Lüttich und Namur geliefert. Auch Geschäfte in der Region führen lokale Aktionen durch. So stellte der Colruyt von Ciney Paletten mit Wasser für die betroffenen Menschen in Houyet (Provinz Namur) zur Verfügung.

Auch Carrefour, mit fast 500 Geschäften, unterstützt Betroffene. Seit vergangenem Samstag können Kunden an der Kasse „solidarisch aufrunden“. Das bedeutet, dass sie beim Bezahlen an der Selbstbedienungskasse das Geld zugunsten der Opfer aufrunden können. Der gesamte gesammelte Betrag kommt den Opfern zugute. Die Aktion läuft bis zum 31. Juli. Anfang des Jahres brachte eine ähnliche Kampagne 447.000 Euro zugunsten von Pink Ribbon (Brustkrebs-Kampagne) ein.

Die Supermarktkette Aldi, mit rund 450 Filialen in Belgien, spendete 100.000 Euro an das Rote Kreuz. Aldi Nord, die Gruppe über Aldi Belgien, spendete weitere 500.000 Euro für die Flutopfer in Deutschland, den Niederlanden und Belgien. „Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche lokale Initiativen, um den Opfern zu helfen“, sagt Sprecher Dieter Snoeck.

Lidl überwies derweil 500.000 Euro an das Rote Kreuz. Bereits am vergangenen Freitag und Samstag spendete die Supermarktkette Waren wie Trockenlebensmittel (Nudeln, Kekse, Konserven), aber auch Duschgel, Windeln und Wasser an die betroffenen Gemeinden wie Pepinster, Verviers, Lüttich und Dison sowie an die örtlichen Lebensmittelbanken. Insgesamt ging es um Waren im Wert von 100.000 Euro. „Unsere Unterstützung und unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern dieser Überschwemmungen, einschließlich unserer eigenen Kollegen“, sagte Lidl-Sprecherin Isabelle Colbrandt.

Die Supermarktkette Albert Heijn, mit 60 Geschäften in Belgien, bietet vor allem im belgischen und niederländischen Limburg Hilfe an. „Alle sind geschockt, sodass man in diesen ersten Tagen noch ein bisschen suchen muss, wo die meiste Hilfe benötigt wird. Es ist wichtig, die Opfer in den kommenden Wochen weiter zu unterstützen“, sagt Sprecherin Ann Maes. (belga)

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