Die Regierung De Wever steckt in einer zunehmend offenen Krise: Sie traf am Freitag noch keine Entscheidung über Entlastungsmaßnahmen angesichts der anhaltend hohen Energiepreise. Der Grund: Für die technische Ausarbeitung vorgeschlagener Maßnahmen werde zusätzliche Zeit benötigt. MR-Parteichef Georges-Louis Bouchez reagierte verärgert und blockierte, wie angekündigt, bis auf Weiteres alle anderen Regierungsdossiers.
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Nicht zum ersten Mal zeigt MR-Präsident G.L. Bouchez, dass er mit seinen Drohungen ein Trump im Taschenformat ist. "Zeitlich begrenzte Maßnahmen zur Unterstützung einkommensschwacher Haushalte" ergeben vor dem Hintergrund der aktuell prekären Haushaltssituation des Landes weder sozial noch ökonomisch keinen Sinn. Erstaunlich, solche Forderungen aus dem Munde eines Liberalen. Schlimm ist aber diese Forderung als Ultimatum einzusetzen. Damit gefährdet er den Fortbestand der Koalition unnötig. Er sollte sich mal daran erinnern, was er auf dem Kongress seiner Partei in Walibi im September letzten Jahres in Anwesenheit von Premier B. De Wever groß angekündigt hat.
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