Es wird mehr Analysen brauchen, um zu verstehen, was wirklich in der vergangenen Woche in der Eupener Unterstadt und entlang der Weser geschah und welche Ursachen zu welchen Wirkungen führten. Dennoch zeichnet sich immer deutlicher ab, dass an der Wesertalsperre und bei den für das dortige Wassermanagement zuständigen Wallonischen Region schwere, ja fatale Fehler bei der Einschätzung der Risiken und im Management der dort gespeicherten 25 Millionen Kubikmeter Wasser gemacht wurden. Die zu einer katastrophalen Verstärkung der ohnehin tragischen Ereignisse führten.
Solche Wassermengen habe man nicht vorhersehen können, argumentiert Philippe Henry (Ecolo), Minister für Umwelt und Mobilität der Wallonischen Region. Damien Ernst von der Uni Lüttich widerspricht. Auch die britische Wissenschaftlerin Hannah Cloke kann nicht verstehen, dass man bei der für die Talsperren zuständigen Verwaltung der Wallonischen Region nicht auf die Warnungen gehört habe: Man hätte Menschenleben retten können. Fakt ist, dass die Verantwortlichen der Wesertalsperre zum Höhepunkt der Krise 150 Kubikmeter/Sekunde ungebremst in das Wesertal abließen. Wir haben die Chronologie der Katastrophe analysiert und rekonstruiert.
Am Donnerstagabend, nur elf Tage nach dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft, beginnt die belgische Europapokal-Kampagne: In der zweiten Qualifikationsrunde der neugeschaffenen Conference League empfängt AA Gent ab 20.30 Uhr Valerenga Oslo.
Mit Hochdruck wird am Wiederaufbau der vom Hochwasser schwer getroffenen Unterstadt gearbeitet: sowohl an vorderster Front als auch hinter den Kulissen. „Es gibt unzählige Baustellen und jeden Tag kommen neue hinzu“, so Eupens Bürgermeisterin Claudia Niessen (Ecolo).
„Ob der 22. Juli Norwegen verändert hat?“ Kamzy Gunaratnam schüttelt mit dem Kopf und bringt damit ihre schwarzen Locken in Bewegung. „So leicht ist das nicht“, sagt die 33-Jährige bestimmt. „Wir haben uns das Versprechen gegeben: Nie wieder 22. Juli. Wir haben einander versprochen, niemals zuzulassen, dass sich ein solcher Hass ausbreitet. Und dieses Versprechen haben wir nicht gehalten.“
„Noch kann der Nationalfeiertag nicht so gefeiert werden, wie wir ihn 2019 gekannt haben“: In St.Vith standen die offiziellen Feierlichkeiten zum 21. Juli ganz im Zeichen der Corona-Pandemie und der Folgen der verheerenden Überschwemmung, die in der letzten Woche weite Teile Belgiens und darüber hinaus verwüstet hat.
Der 21. Juli wird in Malmedy seit jeher als großes Volksfest gefeiert. Wegen der Pandemie ist dieses 2020 natürlich ausgefallen. Am Mittwoch wurde in der Warchestadt nun in einer „abgespeckten“ Version der Nationalfeiertag begangen. „Wir feien den 21. Juli in einer Light Version“, so der Vorsitzende des Werbeausschusses, Jean Maus.
Te Deum, Anerkennung für das Engagement zahlreicher Vereinigungen und eine große Truppenparade am Nachmittag im Herzen der Hauptstadt: Doch der Nationalfeiertag in Brüssel wartete nur auf den ersten Blick mit den klassischen „Zutaten“ auf. Im Mittelpunkt stand wie so oft in den vergangenen Jahren wieder eine Krise: Diesmal ging es um die Opfer des Hochwassers der vergangenen Woche, das auch in Ostbelgien verheerende Schäden angerichtet hat.
Im Rahmen der letzten Plenarsitzung vor der Sommerpause beschäftigten sich Abgeordnete und Regierung im Parlament der DG (PDG) am Montagabend schwerpunktmäßig auch mit dem Hochwasser, das in der vergangenen Woche erhebliche Schäden angerichtet hatte. Im Parlament wurde ebenfalls die große Solidarität in Ostbelgien gelobt. Außerdem sucht man nach praktischen Übergangslösungen, beispielsweise für das Arbeitsamt.
Die 1. Division verzeichnet einen neuen Rekordtransfer: Odilon Kossounou wechselt für knapp 30 Millionen Euro einschließlich Boni von fünf Millionen Euro von Meister Club Brügge zu Bayer Leverkusen
Im belgischen Handball zeichnet sich eine viel beachtete Fusion ab: Initia Hasselt und der HK Tongeren werden ab der Spielzeit 2022/23 zu einem Verein verschmelzen.
Wohlige Schauder erlebte mancher Eupener, als die Bones Parade am Mittwoch durch die Straßen der Oberstadt zog. Gruselige Masken, Menschen auf Stelzen, die menschlichen Knochen nachgebildet sind, zogen mit entsprechender Musik am Tag des Nationalfeiertags durch die Straßen.
Die schweren Überschwemmungen der vergangenen Woche im gesamten Bezirk sind nicht ohne Auswirkungen auf die Tour de Wallonie geblieben: Das Radsport-Event sollte an zwei Tagen in der Region zu Gast sein.
Die Föderalregierung und die Banken haben sich auf einen Universalbankdienst für nicht-digitale Kunden geeinigt, der maximal 60 Euro pro Jahr oder 5 Euro pro Monat kostet. Zu diesem Preis erhalten die Kunden eine Debitkarte, können mindestens 24 Mal kostenlos Geld an einem Automaten der eigenen Bank abheben, mindestens 60 manuelle Transaktionen am Schalter durchführen und Kontoauszüge in der Bankzweigstelle ausdrucken.
Zwischen dem 11. und 17. Juli wurden in Belgien durchschnittlich 1.345 neue Coronavirus-Infektionen pro Tag festgestellt. Dies ist ein Anstieg von 33 Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen sieben Tagen, wie das Gesundheitsinstitut Sciensano am Mittwoch bekannt gab.
Es war kein Te Deum wie in jedem Jahr. Schauplatz der Feierstunde war diesmal die Unterstädter Pfarrkirche, in deren Schatten sich in den vergangenen Tagen unglaubliche Szenen abgespielt hatten, als die Flüsse Weser und Hill über die Ufer traten und damit für unendliches Leid und einen immensen Sachschaden gesorgt hatten.