Die Föderalregierung hat sich nach Wochen des Gezerres also doch noch zu Energiehilfen von 80 Millionen Euro durchgerungen. Das ist zunächst die gute Nachricht. Denn in einer angespannten Lage ist es vernünftig, nicht mit der Gießkanne zu arbeiten, sondern dort zu helfen, wo der Druck am größten ist: bei verletzlichen Haushalten, bei Menschen, die für den Arbeitsweg oder für ihren Beruf auf das Auto angewiesen sind, bei Selbstständigen und Landwirten. Auch die zeitliche Befristung ist richtig. Der Staat kann nicht bei jeder Erschütterung auf den Weltmärkten reflexhaft den großen Scheck ausstellen. Krisenhilfen müssen Ausnahmen bleiben und dürfen nicht zur Gewohnheit werden.