Die Kamera fährt durch die Rue de Dison in Verviers, ein Ort, den viele lieber nicht im Fernsehen sehen würden. Enge Wohnungen, Resignation in manchen Gesichtern, eine Mutter, die zwischen Krippe, Geldsorgen und über 40 erfolglosen Bewerbungen kaum noch weiß, wohin mit sich. Daneben eine Frau, die offen zugibt, dass ihr Burn-out nur eine Behauptung ist, während sie schwarz hinzuverdient und mit ihrem Partner ein doppeltes Haushaltsmodell vortäuscht. Ein anderer erklärt, wie er nach Jahren im Sozialnetz jedes Gefühl für Perspektive verloren hat. Die RTL-Reportage „Sans boulot, tous fraudeurs?“ (dt. etwa: „Ohne Arbeit, alles Betrüger?“) zeigt solche Momente ungeschliffen und nah an Menschen, die ringen, scheitern oder Grenzen überschreiten.