Sie gelten als tragende Säule des belgischen Sozialstaats – und zugleich als politischer Dauerbrenner. Derzeit stehen die Krankenkassen im Fokus heftiger Kritik, vor allem von liberalen bzw. rechten Parteien. Im Zentrum der Debatte: ihr Vermögen von mehr als sechs Milliarden Euro, ihr besonderer steuerlicher Status und ihre Rolle zwischen sozialer Dienstleistung, Versicherungstätigkeit und politischem Akteur. Kritiker sprechen von ungerechtfertigten Privilegien und Wettbewerbsverzerrung, Verteidiger von einem historisch gewachsenen, effizienten und solidarischen Modell. Was ist dran an den Vorwürfen? Ein Faktencheck.