Dichterin, Übersetzerin, Philologin: Die Kanadierin Anne Carson hat sich ihre eigene Welt erschaffen, wird von Fans verehrt und mit Auszeichnungen überhäuft - jetzt sogar mit dem Nobelpreis.
Bahnreisende zwischen Eupen und Welkenraedt müssen sich an den kommenden drei Wochenenden auf Einschränkungen einstellen. Wegen umfangreicher Bauarbeiten wird der Zugverkehr auf der Strecke an den Wochenenden vom 10. und 11., 17. und 18. sowie 24. und 25. Oktober vollständig eingestellt. Das teilten der Schienennetzbetreiber Infrabel und die belgische Eisenbahngesellschaft SNCB am Donnerstag mit.
Für seine Neutrino-Forschung am IceCube wird der belgische-amerikanische Physiker Francis Halzen ausgezeichnet. An dem außergewöhnlichen Projekt in der Antarktis ist auch die RWTH Aachen unter Leitung von Professor Christopher Wiebusch beteiligt.
Nach einer längeren Pause steigt die AS Eupen am Freitagabend (20 Uhr) in Deinze gegen die U23 des RSC Anderlecht wieder in die Meisterschaft ein. Theoretisch ist für die „Pandas“ der Sprung an die Tabellenspitze möglich – dafür braucht es allerdings nicht nur einen Sieg gegen das Schlusslicht, sondern auch die passenden Ergebnisse der Konkurrenz.
Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat sich auf den Haushaltsentwurf für 2027 geeinigt. Nach Abschluss der Beratungen teilte sie am Donnerstag mit, dass 77 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen sind. Das Geld soll vor allem in Krankenhäuser und Schulen fließen. Daneben hält die Regierung an ihrem Konsolidierungskurs fest. Ihrer Darstellung zufolge werden sämtliche finanzpolitischen Ziele erreicht.
Steigende Zinsen verteuern nicht nur Kredite für Privatleute und Unternehmen, sondern belasten auch öffentliche Haushalte. Für die Deutschsprachige Gemeinschaft ist die Entwicklung besonders relevant, weil zahlreiche Investitionen über Kredite finanziert wurden. Welche Folgen das höhere Zinsniveau für den Haushalt hat und wie viel Spielraum für künftige Investitionen bleibt, war gleich mehrfach Thema bei der Regierungskontrolle im zuständigen Ausschuss des Parlamentes zu Beginn der Woche.
Während mehrere große Banken ihre Finanzierung der fossilen Energiewirtschaft deutlich zurückfahren, hält die ING Group weitgehend an ihrem bisherigen Kurs fest. Im Jahr 2025 stellte die Bank Unternehmen aus der Öl-, Gas- und Kohlebranche Kredite im Umfang von rund zwölf Milliarden Dollar zur Verfügung. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse der Umwelt- und Finanzorganisation FairFin hervor.
Deutliche Kritik an der Impfkampagne der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat Diana Stiel (Vivant) am Donnerstag im zuständigen Parlamentsausschuss bei der Regierungskontrolle geübt.
Stundenlang vor dem Bildschirm sitzen, kaum Bewegung und zwischendurch nur selten eine Pause: Der Büroalltag hinterlässt bei vielen Beschäftigten in Belgien körperliche Spuren. Fast jeder dritte Büroangestellte leidet nach einem Arbeitstag mindestens einmal pro Woche unter Kopfschmerzen. Auch müde Augen sowie Rücken- und Nackenbeschwerden sind weitverbreitet. Das geht aus einer Studie des Dienstes für Prävention und Schutz am Arbeitsplatz (Idewe) hervor, die am Donnerstag anlässlich des Monats der Ergonomie veröffentlicht wurde.
Immer mehr Menschen in Belgien benötigen Hilfe wegen einer Crack-Abhängigkeit. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der begonnenen Behandlungen nahezu verdoppelt. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Brüssel. Doch auch in der Wallonie und Flandern nimmt das Problem zu. Das berichtet die Zeitung „De Standaard“ am Donnerstag unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Gesundheitsinstituts Sciensano.
Die wallonische Rüstungsindustrie gewinnt weiter an wirtschaftlicher Bedeutung. Im vergangenen Jahr hat die Regionalregierung Ausfuhrgenehmigungen für militärische Güter im Wert von insgesamt 1,59 Milliarden Euro erteilt. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 84 Prozent gegenüber 2024 und markiert einen neuen Rekord. Das geht aus dem Jahresbericht des wallonischen Wirtschaftsministeriums hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Die Zahl der selbstständigen Tagesmütter in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig hat sich zum 1. September der Dachverband der selbstständigen Kinderbetreuer aufgelöst.
Wer in Belgien ein neues Haus oder eine neue Wohnung kaufen möchte, muss weiterhin tief in die Tasche greifen. Zwar steigen die Immobilienpreise nur noch moderat, doch höhere Hypothekenzinsen machen den Traum vom Eigenheim für viele Haushalte zunehmend schwer finanzierbar. Das geht aus dem aktuellen Neubau-Barometer der Immobilienplattform Immoweb und des Projektentwicklers Matexi hervor, dessen Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht wurden.
Das venezolanische Präsidentenpaar ist in einer umstrittenen Aktion gefangen genommen und in die USA gebracht worden. „Drogenterrorismus“ lautet der Vorwurf. Jetzt drohen weitere Anklagepunkte.
Die Regierung der DG hat 15 weitere kommunale Pilotprojekte im Rahmen des Energie- und Klimaplans genehmigt. Dafür stehen Zuschüsse von insgesamt 539.300 Euro bereit. Seit Einführung des Fördersystems Anfang 2022 wurden 79 Projekte mit einem Gesamtbudget von 2,9 Millionen Euro genehmigt. Die DG übernimmt davon rund 2,5 Millionen Euro beziehungsweise 87 Prozent.
Das Schicksal einer 87-jährigen Spanierin, die von der Polizei aus ihrer Wohnung geholt wurde, hat Massenproteste und Neuwahlen ausgelöst. Ihr Tod wird die Fronten nun noch weiter verhärten.
Nach erneuten gewaltsamen Ausschreitungen in der Lütticher Innenstadt greift die Stadt zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Seit Donnerstagmorgen um 6 Uhr sind Ansammlungen von mehr als drei Personen im öffentlichen Raum grundsätzlich verboten. Die Maßnahme soll bis zum 16. Oktober gelten. Der föderale Innenminister Bernard Quintin (MR) reiste am Donnerstag nach Lüttich und kündigte weitere Polizeiverstärkung an.
Ein spontaner Streik hat am Donnerstag große Teile des öffentlichen Nahverkehrs im Raum Lüttich-Verviers lahmgelegt. Sämtliche Betriebshöfe des wallonischen Verkehrsunternehmens Letec in der Region sind von der Arbeitsniederlegung betroffen. In Lüttich stehen die Straßenbahnen still, zahlreiche Busverbindungen fallen aus. Auch in Ostbelgien müssen Fahrgäste mit Einschränkungen rechnen.
Während am Vormittag mehrere Demonstrationszüge mit Plakaten und Parolen durch die Stadt zogen, spitzte sich die Lage im Zentrum von Lüttich am Mittwochnachmittag deutlich zu. Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet, kam es gegen 17 Uhr auf der Place Saint-Lambert zu Auseinandersetzungen und Festnahmen.