Knöllchen in Belgien: Viele ausländische Autofahrer zahlen nicht

<p>Seit 2021 wurden in Belgien mehr als 5,3 Millionen Verkehrsstrafen gegen Fahrer aus anderen EU-Ländern bearbeitet. Rund zwei Drittel wurden bezahlt.</p>
Seit 2021 wurden in Belgien mehr als 5,3 Millionen Verkehrsstrafen gegen Fahrer aus anderen EU-Ländern bearbeitet. Rund zwei Drittel wurden bezahlt. | Foto: belga

Seit 2021 bearbeitete das föderale Justizministerium mehr als 5,3 Millionen Verkehrsstrafen gegen Fahrer aus anderen EU-Ländern. Rund 3,6 Millionen davon wurden bezahlt. Bei belgischen Verkehrsteilnehmern liegt die Zahlungsquote zum Vergleich bei etwa 90 Prozent.

Besonders häufig begleichen Fahrer aus den Nachbarländern ihre Bußgelder. An der Spitze stehen die Niederländer mit einer Zahlungsquote von rund 86 Prozent. Es folgen Luxemburger mit 80 Prozent und Deutsche mit 75 Prozent.

Deutlich anders sieht es bei Fahrzeugen mit französischem Kennzeichen aus: Fast die Hälfte der entsprechenden Verkehrsstrafen blieb unbezahlt. Ein Grund dafür ist laut VRT NWS, dass das Justizministerium über eine europäische Datenbank nicht immer genügend Informationen erhält, um den jeweiligen Verkehrssünder eindeutig zu identifizieren. In diesen Fällen kann keine Geldbuße verhängt werden.

Das Justizministerium will gemeinsam mit den französischen Behörden untersuchen, warum die Identifizierung französischer Verkehrssünder teilweise nicht gelingt. (belga/rt)

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