Die Löscharbeiten konzentrierten sich vor allem auf den weiterhin besonders aktiven nördlichen Bereich. In geringerem Umfang waren die Einsatzkräfte auch an der Ostflanke des Brandgebiets tätig.
Da die Wetterbedingungen günstiger waren als noch am Freitagabend, konnten auch die beiden norwegischen Hubschrauber sowie ein Hubschrauber der föderalen Polizei bei den Arbeiten eingesetzt werden.
Spaziergänger und Radfahrer trotz Sperrung im Gebiet
Die Polizei traf am Samstag erneut einige Spaziergänger und Radfahrer an, die sich in das gesperrte Gebiet verirrt hatten. Der Zugang für die Öffentlichkeit bleibt jedoch weiterhin streng verboten.
Trotz der positiven Entwicklung der Lage bestünden in den betroffenen Gebieten nach wie vor Gefahren, warnt der Öffentliche Dienst der Wallonie. Dass diese Gefahren nicht unmittelbar sichtbar seien, bedeute keineswegs, dass das Gebiet bereits sicher sei.
Verletzter Rehbock aus Brandgebiet gerettet
Für einen besonderen Einsatz sorgte am Samstag ein verletztes Tier. Gegen 11 Uhr entdeckten Feuerwehrleute einen Rehbock, der mehrere Verletzungen aufwies. Daraufhin wurde die Koordination für Tierrettungen verständigt.

Das Animal Rescue Team der Hilfeleistungszone Vesdre-Hoëgne & Plateau rückte aus und übernahm das verletzte Tier. Nach einer Erstversorgung vor Ort wurde der Rehbock in eine anerkannte Auffang- und Rehabilitationsstation für Wildtiere gebracht. Dort soll er weiter behandelt und versorgt werden.
Feuer flammt in der Nacht erneut auf
Auch in der Nacht auf Sonntag wurden die Überwachungs- und Löscharbeiten im Hohen Venn fortgesetzt. Dabei kamen Drohnen der föderalen Polizei und des Zivilschutzes zum Einsatz. An mehreren Stellen flammte das Feuer erneut auf.
Wegen des nahezu fehlenden Windes sammelte sich zudem Rauch rund um das Brandgebiet. Dieser dürfte sich mit Tagesanbruch und steigenden Temperaturen allmählich auflösen, teilten die Dienste des Lütticher Provinzgouverneurs am Sonntagmorgen mit. (belga/rt)

Kommentare
Jetzt ein Reh gerettet, und in ein paar Wochen von den Jägern kaltblütig erschiessen? Sieht so Gerechtigkeit aus?
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