Während seine Mannschaftskameraden bei Club Brügge gerade wieder in die Vorbereitung der neuen Saison eingestiegen sind, gibt sich Hans Vanaken leichten Herzens seiner untergeordneten Rolle bei den Roten Teufeln hin. „Ob ich jetzt lieber bei Club Brügge wäre? Auf gar keinen Fall, ich genieße jeden Moment hier“, so der 29-Jährige, für den es bislang nur zu einem Kurzeinsatz gegen Finnland reichte.
Das Arbeitsgericht in Gent hat ein Unternehmen und seine Geschäftsführerin wegen Diskriminierung aufgrund von Mutterschaft und Geschlecht verurteilt, wie das Institut für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Mittwoch mitteilte. Besagtes Unternehmen war zuvor bereits wegen Diskriminierung aufgrund der Herkunft verurteilt worden.
Die Umweltverschmutzung durch die gesundheitsschädlichen Substanz PFOS (Perfluoroctansulfonat) ist aus den Schlagzeilen in Flandern nicht mehr wegzudenken. Jetzt wurde bekannt, dass der durchschnittliche PFOS-Gehalt in Bächen, Flüssen und Kanälen im nördlichen Landesteil fast überall über den Umweltstandards liegt. Dies geht aus Messungen der flämischen Umweltagentur VMM an 40 Orten in Flandern hervor. Das VRT-Magazin Pano konnte sich die Ergebnisse ansehen.
Der föderale Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) will die Arzthonorare neu regeln. Dies schreibt die Zeitung „De Tijd“. Die unangemessenen Einkommensunterschiede sollen beseitigt, die Honorarzuschläge für die Betreuung von Patienten in Einzelzimmern abgeschafft werden. Er werde sich nicht von den Eigeninteressen der Krankenhäuser und Ärzte leiten lassen, so der Minister.
Vier Spiele stehen am Mittwochabend noch auf dem Programm, dann ist die Gruppenphase der Europameisterschaft zu Ende. Das bedeutet auch, dass die Roten Teufel in wenigen Stunden wissen, auf wen sie am Sonntag (21 Uhr, Sevilla) im Achtelfinale treffen werden. Stand jetzt – vor den Mittwochsspielen – käme der Gegner aus der „Todesgruppe“ F.
Die Gesundheitsminister des Landes haben grünes Licht für die Impfung von Zwölf- bis 15-Jährigen mit Vorerkrankungen gegeben. Das gab der flämische Gesundheitsminister Wouter Beke (CD&V) bei Twitter bekannt.
Auch die digitale Welt ist längst nicht barrierefrei: In Belgien sind nur fünf Prozent der mobilen Anwendungen für Menschen mit einer Beeinträchtigung zugänglich. Das kritisiert Eqla, eine Vereinigung, die sich für blinde und sehbehinderte Menschen einsetzt. Doch es gibt Hoffnung: Heute (Mittwoch) tritt eine europäische Richtlinie in Kraft, die besagt, dass alle Apps von öffentlichen Einrichtungen für jeden, auch für Nutzer mit einer Beeinträchtigung, zugänglich sein müssen.
Da gewinnt man souverän mit drei Siegen seine Vorrundengruppe – und plötzlich drohen einem im Achtelfinale: Portugal, Spanien und Frankreich. Bevor an diesem Donnerstag (18 und 21 Uhr) die finale Entscheidung über die letzten Qualifikanten und die Achtelfinal-Paarungen bei der Fußball-EM fällt, wurde Belgiens Chefcoach Roberto Martínez schon mal mit den klangvollen Namen der möglichen Widersacher konfrontiert.
Corona-Pandemie, ein Hackerangriff und das liebe Geld: Die Interkommunale Vivias, die sowohl die Seniorenheime Bütgenbach und St.Vith als auch das Psychiatrische Pflegewohnheim in St.Vith verwaltet, hatte 2020 genug Sorgen. Am Montagabend fand die Generalversammlung statt und da fiel die Bilanz gar nicht mal so schlecht aus.
Die Rallye-WM kehrt in dieser Woche (23.-27. Juni) erstmals seit 2002 zur legendären Safari-Rallye nach Afrika zurück. Für alle Topfahrer der Hauptkategorie WRC, also auch für den gebürtigen St.Vither Thierry Neuville (Hyundai), ist dieser Abstecher nach Kenia Neuland.
70 Prozent der Belgier im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) haben einen Job. Zu wenig, um die Kosten der Überalterung aufzufangen. Eine Beschäftigungsquote von 80 % ist ein Minimum. Die Regierung De Croo hat sich zum Ziel gesetzt, diese Marke bis 2030 zu erreichen. Internationale Beispiele zeigen, dass eine solch ehrgeizige Steigerung in der Regel Jahrzehnte dauert, wie eine Analyse des Wirtschaftsexperten Johan Albrecht für die unabhängige Denkfabrik Itinera zeigt. Wenn Belgien seinen Ambitionen gerecht werden will, seien heute drastische Reformen erforderlich, sagt er.
Die Staatsverschuldung stieg 2020 auf 515 Milliarden Euro (fast 50 Mrd. mehr als 2019). Das entspricht einer Schuldenquote von 114,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), dem höchsten Wert seit 1999. Die Schulden seien aber noch tragbar, betonte die föderale Schuldenagentur am Dienstag bei der Vorstellung ihres Jahresberichts.
England hat der Corona-Unruhe getrotzt und ist zumindest eine Halbzeit lang seiner Rolle als EM-Mitfavorit gerecht geworden. Die Elf von Gareth Southgate besiegte Tschechien dank ihrer besten Turnierleistung mit 1:0 (1:0), sicherte sich dadurch den Sieg in Gruppe D und ein weiteres Heimspiel.
Die Tage nach dem 2:0-Erfolg über Finnland werden für die Roten Teufel zum Überraschungsei – man weiß nicht, was man bekommt. Oder passender: welcher Gegner im Achtelfinale von Sevilla wartet.
„Wer nicht hören will, muss fühlen“ hatte DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) Anfang Februar 2020 im Parlament erklärt und eine Sammelklage der Verbraucherschutzzentrale gegen Unternehmen angekündigt, die sich nicht an die in Belgien geltende Sprachengesetzgebung halten. Wegen Corona geriet die Sache aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit, doch im Sande verlaufen ist sie nicht: Rund 16 Monate später liegt ein Urteil vor, das am Dienstag als „Meilenstein“ gewertet wurde.
Im spektakulären Dopingfall um Chinas Schwimmstar Sun Yang hat der Internationale Sportgerichtshof CAS in seiner Neuverhandlung den dreimaligen Olympiasieger für vier Monate und drei Monate gesperrt.
Die drei großen Gewerkschaften haben dem Entwurf des sozialen Abkommens zugestimmt, auf den sich die Sozialpartner am 8. Juni geeinigt hatten. Bei CSC und vor allem FGTB geschah das allerdings mit zusammengebissenen Zähnen. Ein „Uff“ der Erleichterung ging durch die Regierung De Croo.
In seiner Kolumne „Einwurf“ blickt Sportredakteur Mike Notermans auf das Geschehen bei der Europameisterschaft. Nun sind die Roten Teufel an der Reihe.