Enttäuschung am Wahlsonntag. Jolyn Huppertz und ihre sieben Mitstreiter von der Liste „Huppertz & Co.” scheiterten, nur 1,7 Prozent der Wahlberechtigten gaben der Bürgerliste ihre Stimme. Für einen Platz im Parlament reichte es damit nicht.
„Ich kann es nicht glauben“, sagte nicht nur Liesa Scholzen, Co-Vorsitzende von ProDG, immer wieder im Laufe des Abends. In der Kantine des FC Eupen waren Kandidaten und ihre Familien sowie Sympathisanten und Freunde zusammengekommen. Und hier konnte man wirklich von einer Wahlparty sprechen.
Den Satz mit X nahm am Sonntagabend bei der CSP zwar keiner in den Mund, doch auch ohne den Finger tief in die Wunde zu legen, war allen Sympathisanten der Christlich-Sozialen im Eupener Kolping-Haus klar, dass dieser Urnengang nicht nach ihrem Geschmack abgelaufen war. Und doch ist eine künftige Regierungsbeteiligung für die Partei von Jérôme Franssen nicht gänzlich ausgeschlossen.
„Hoffentlich können wir die vier Sitze halten“ – sorgenvolle Blicke waren am Sonntagnachmittag bei der SP-Wahlparty im Vereinslokal des Eupener Schachklubs keine Seltenheit. Im Gegenteil: Als am frühen Abend endlich die ersten Ergebnisse bekannt wurden, und im Laufe der nächsten Stunde sich immer klarer abzeichnete, dass die SP wohl Stimmenverluste werde einstecken müssen, zogen dunkle Wolken am Kehrweg auf.
Was für ein Wahlsonntag in der Deutschsprachigen Gemeinschaft: Oliver Paasch war bisher Ministerpräsident und wird es auch nach dem Urnengang 2024 bleiben. Um diese Feststellung zu machen, braucht man kein großer Prophet zu sein, angesichts des überraschend deutlichen Erfolges seiner politischen Formation ProDG.
Die Würfel sind gefallen; Ostbelgien hat gewählt. Der große Wahlsieger ist ProDG um den amtierenden Ministerpräsidenten Oliver Paasch, der aller Wahrscheinlichkeit nach, auch in den kommenden fünf Jahren an der Spitze der Regierung stehen wird. Auch Vivant zählt zu den Gewinnern – die CSP hingegen muss eine Klatsche an den Wahlurnen wegstecken.
Wie in der gesamten Wallonie gingen auch im Wahlkreis Verviers, zu dem ebenfalls das Gebiet deutscher Sprache zählt, die Liberalen von MR/PFF bei den Wahlen zum wallonischen Parlament als stärkste Kraft hervor. Ecolo musste deutliche Verluste hinnehmen, während die Sozialisten in Verviers ihr Ergebnis im Vergleich zu 2019 halten konnten. Demnach werden drei Deutschsprachige in Namur vertreten sein. Laut Wahlergebnis sind das Christine Mauel (MR/PFF), Patrick Spies (PS/SP) und Freddy Mockel (Ecolo).
Auf Initiative des ostbelgischen EU-Abgeordneten Pascal Arimont (CSP-EVP) hat in der vergangenen Woche in der Feuerwehrkaserne in Eupen ein Workshop von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr der Hilfeleistungszone der DG und Vertretern des Landesinstituts für Soziale Sicherheit stattgefunden.
Die EM kann kommen – aber möglicherweise findet sie ohne Thomas Meunier statt. Ausgerechnet Meunier, dessen Vorfreude auf das Turnier in Deutschland keine Grenzen kannte. Dem Verteidiger droht nach seiner Verletzung gegen Luxemburg das Aus.
Die Würfel sind gefallen. Die 8,5 Millionen Wahlberechtigten im Land haben am Sonntag die Karten neu gemischt und den Prognosen zum Teil ein Schnippchen geschlagen. Die politische Landschaft ist nach rechts verschoben – nicht nur in Flandern, wo das zu erwarten war, sondern auch in der Wallonie. In Flandern hat N-VA-Chef Bart De Wever den TGV Vlaams Belang praktisch im Alleingang gestoppt, und im frankofonen Landesteil haben die Liberalen der MR und die Zentrumspartei Les Engagés die Wahlen gewonnen. Dies bietet die Möglichkeit, auf föderaler Ebene eine Mitte-rechts-Regierung (mit De Wever als Premier?) zu bilden.
In einer überraschenden Wendung hat Bart De Wever, der Vorsitzende der N-VA, die Wahlen in Flandern gewonnen: Seine Partei bleibt die größte (24,5 %, minus 0,3 %), und das hatte niemand erwartet. Umfragen hatten einen Kantersieg des extrem rechten Vlaams Belang vorhergesagt, aber De Wever konnte in den letzten Tagen mit einem starken Wahlkampf und einem Aufruf zur Vernunft über die Wut das Blatt noch wenden. Der N-VA-Chef hat somit das Initiativrecht und wird ab diesem Montag den Tanz bei der Bildung der flämischen Regierung anführen. Mehr noch: Seine Partei ist für eine Regierungsbildung unumgänglich.
Die PFF feiert sich am Sonntagabend als „kleinen Wahlsieger“: Für den erhofften vierten Sitz im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG) hat es zwar nicht gereicht, aber der Abwärtstrend konnte gestoppt werden.
Einen Sitz hinzugewonnen und zur drittstärksten politischen Kraft im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft aufgestiegen: Vivant hatte am Wahlsonntag trotz leichter Stimmeneinbußen Grund zum Feiern. Dennoch kam auf der Wahlparty im Pub24 in Bütgenbach keine Jubelstimmung auf.
Den Satz mit X nahm am Sonntagabend bei der CSP zwar keiner in den Mund, doch auch ohne den Finger tief in die Wunde zu legen, war allen Sympathisanten der Christlich-Sozialen im Eupener Kolping-Haus klar, dass dieser Urnengang nicht nach ihrem Geschmack abgelaufen war. Und doch ist eine künftige Regierungsbeteiligung für die Partei von Jérôme Franssen nicht gänzlich ausgeschlossen.
Der Kelmiser Bürgermeister Luc Frank (CSP) hat gute Aussichten, in die Kammer einzuziehen. Er möchte als Abgeordneter alle Ostbelgier in Brüssel vertreten und möglichst zu Lasten der Kommunen gehende Ungerechtigkeiten ändern, wie er in einer ersten Reaktion am Sonntagabend erklärte.
Die flämischen Nationalisten (N-VA) behalten bei der Kammerwahl ihren Platz an der Sonne in Flandern: Das kann man nach mehr als zwei Dritteln der ausgezählten Stimmen schon festhalten. Der rechtsradikale Vlaams Belang legt zwar zu, aber nicht so stark wie im Vorfeld befürchtet worden war. Auffallend sind die Verluste für die Liberalen von Open VLD und die flämischen Grünen (Groen).
Mit erst 21 Jahren ist der den Spanier Carlos Alcaraz der jüngste Tennisprofi aller Zeiten, der auf allen drei Belägen Sand, Rasen und Hartplatz einen Grand-Slam-Titel gewonnen hat.
Weltmeisterin Lotte Kopecky (Team SD Worx-Protime) hat sich zur Gesamtsiegerin der Women's Tour of Britain gekrönt. Die Gesamtführende gab das Leadertrikot auch am Sonntag auf der flachen Schlussetappe über 99,2 Kilometer in und um Manchester nicht mehr ab.