Belgische Unternehmen sind auf die verschärften EU-Regeln zur Verpackungsabfallwirtschaft ab 2026 vielfach noch unzureichend vorbereitet. Davor warnt die Organisation Valipac, die Betriebe bei der Einhaltung ihrer Verpflichtungen unterstützt. Zwar gehört Belgien aktuell zu den Vorreitern bei der industriellen Verpackungsrecyclingquote – doch hinter den positiven Zahlen verbergen sich strukturelle Schwächen.
GoodWalk nennt sich ein Gemeinschaftsprojekt von Cera und GoodPlanet. Landesweit entwerfen die Genossenschaft und die Umweltschutzorganisation jährlich eine neue Route, die Menschen zum Entdecken von lokalen Sehenswürdigkeiten und nachhaltigen Initiativen einlädt. Pünktlich zum zehnten Jubiläum führt die „gute Wanderung“ nun durch Eupen. Ein Coup, wie die Verantwortlichen finden. Sie rechnen mit Tausenden Besuchern in der Weserstadt.
Der belgische Bau- und Installationssektor steckt weiterhin in der Krise. Laut einer aktuellen Konjunkturumfrage des Branchenverbands Embuild berichten 57 Prozent der Unternehmen von einem deutlich geringeren Auftragsbestand als üblich.
Verteidigung gilt als eine Grundvoraussetzung der Staatlichkeit. Und doch bleibt sie – trotz zunehmend aggressiver Weltlage – politisch schwer vermittelbar. In Europas liberalen Demokratien stößt der Ruf nach militärischer Aufrüstung auf Skepsis, nicht aus Naivität, sondern aus einem historisch gewachsenen Unbehagen: Wer Sicherheit verspricht, greift tief in das kollektive Selbstverständnis ein – und in die Staatshaushalte. Doch die Welt duldet keine Verzögerung mehr, so das weitverbreitete Narrativ. Und ja: Angesichts einer revisionistischen russischen Außenpolitik und eines unberechenbaren US-Präsidenten Trump rückt die Verteidigungspolitik wieder ins Zentrum.
Hohen Besuch aus den Dolomiten konnte am Donnerstag Egidio Panciera, Besitzer des gleichnamigen Eupener Eiscafés, begrüßen. Aus dem Zoldo-Tal hatte eine Gruppe erfahrener Eismacher den Weg an den Marktplatz gefunden, um der Kundschaft ihres Kollegen einen Nachmittag lang die Eisherstellung anno dazumal näherzubringen.
Genau 11.178 Einwohner und damit 59 mehr als im Vorjahr lebten am 1. Januar 2025 in der Gemeinde Raeren. Der Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung mit dem Jahresbericht beschäftigt, der Aufschluss über verschiedene Entwicklungen in der Töpferkommune gibt.
In rekordverdächtiger Zeit hat das Unternehmen Hilo (Holzindustrie Losheim) seine Transformation zu einem integrierten, energieautarken Betriebsstandort abgeschlossen. Weitere zukunftsorientierte Investitionen sind in Planung. Um die neuen Stellen zu besetzen, findet am Samstag, 14. Juni, ein weiterer Jobday statt.
Zuletzt ging es zwischen den USA und China wegen des Handelskonflikts heftig zur Sache. Nun sprechen beide Staatschefs direkt miteinander. Es ist das erste bekannte Gespräch seit Trumps Amtsantritt.
Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) sieht in dem jüngst bekannt gewordenen Samenspender-Skandal „nur die Spitze des Eisbergs“. Inzwischen hat das föderale Arzneimittelamt der Staatsanwaltschaft schwerwiegende Regelverstöße in mindestens zwei Fertilitätszentren gemeldet. Auslöser war die Nachricht, dass ein dänischer Samenspender mit einer krebserregenden genetischen Mutation europaweit mindestens 53 Schwangerschaften verursacht hat – davon 37 in Belgien.
In Lixhe bei Visé hat am Donnerstag offiziell der Bau des ersten großflächigen Batterieparks von Luminus begonnen. Das Projekt gilt als der bisher größte seiner Art in Belgien und soll dazu beitragen, die Integration erneuerbarer Energien zu verbessern und das Stromnetz flexibler zu machen.
Rund 300 Menschen haben am Donnerstagnachmittag im Elisabethpark in Brüssel Abschied vom elfjährigen Fabian genommen, der am Montag bei einem Polizeieinsatz tödlich verletzt wurde. Der Junge war mit einem E-Scooter unterwegs, als er in Ganshoren – nahe der Basilika von Koekelberg – von einem Streifenwagen der Zone Brüssel-West erfasst wurde. Die Polizei hatte zuvor versucht, ihn zu kontrollieren. Fabian flüchtete, es kam zu einer Verfolgung – wenig später lag er leblos auf dem Boden. Die Reanimationsversuche blieben erfolglos. Er starb im Krankenhaus.
Die Inflation flaut ab, die Wirtschaft braucht im Zollstreit Unterstützung: Grund genug für die Europäische Zentralbank, Geld noch günstiger zu machen. Es könnte die vorerst letzte Zinssenkung sein.
Am Donnerstagmorgen ist in Anderlecht, unweit des Westland Shopping Centers, ein 49-jähriger Mann durch Schüsse getötet worden. Das bestätigte die Brüsseler Staatsanwaltschaft. Die genauen Umstände der Tat sind noch unklar, die Ermittlungen laufen.
Im Zoo von Planckendael bei Mechelen ist in der vergangenen Woche ein Gibbonbaby zur Welt gekommen. Die Geburt ist Teil eines europäischen Zuchtprogramms für Weißwangen-Gibbons – eine Art, die in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht ist. Die 28-jährige Gibbon-Dame Paquita wurde erst im letzten Jahr mit dem jungen Männchen Nakai zusammengeführt. Der achtjährige Gibbon ist nun erstmals Vater geworden, während es für Paquita die erste Geburt seit 13 Jahren ist. Das Jungtier trägt den Namen Aiki, vergeben von den Tierpflegern.
Die belgische Wirtschaft ist mit mehr Schwung ins Jahr gestartet als zunächst erwartet. Im ersten Quartal 2025 legte das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent zu – das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als ursprünglich im März prognostiziert. Für das laufende zweite Quartal rechnet die Belgische Nationalbank (BNB) jedoch mit einem verlangsamten Wachstum von 0,2 Prozent. Das geht aus der jüngsten Ausgabe des „Business Cycle Monitor“ hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.
„Der VDT war lange etabliert, hat den Wandel aber nicht in ausreichendem Maße mitvollzogen“, erklärte Anne Brüll – Geschäftsführerin von LOS – vor wenigen Tagen im Interview mit dem GrenzEcho mit Blick auf das abgelehnte Förderkonzept des Verbands deutschprachiger Turner. Nun meldet sich der VDT selbst zu Wort – und bezieht deutlich Stellung.
In Belgien sind innerhalb eines Jahres insgesamt 147 Websites blockiert worden, die illegal audiovisuelle Inhalte oder Live-Sportübertragungen verbreitet haben. Das teilte die föderale Wirtschaftsinspektion am Donnerstag mit.
Der Konsum von synthetischen Cathinonen, einer Gruppe illegaler Stimulanzien, nimmt europaweit deutlich zu. Das geht aus dem Europäischen Drogenbericht 2025 hervor, den die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EUDA) am Donnerstag veröffentlicht hat. Auch die Verfügbarkeit von Kokain bleibt auf hohem Niveau – mit neuen Rekorden bei den Beschlagnahmungen im siebten Jahr in Folge.