Verteidigung gilt als eine Grundvoraussetzung der Staatlichkeit. Und doch bleibt sie – trotz zunehmend aggressiver Weltlage – politisch schwer vermittelbar. In Europas liberalen Demokratien stößt der Ruf nach militärischer Aufrüstung auf Skepsis, nicht aus Naivität, sondern aus einem historisch gewachsenen Unbehagen: Wer Sicherheit verspricht, greift tief in das kollektive Selbstverständnis ein – und in die Staatshaushalte. Doch die Welt duldet keine Verzögerung mehr, so das weitverbreitete Narrativ. Und ja: Angesichts einer revisionistischen russischen Außenpolitik und eines unberechenbaren US-Präsidenten Trump rückt die Verteidigungspolitik wieder ins Zentrum.
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