Ein Jahrzehnt nach der Einführung des ersten Verhaltenskodexes haben die belgischen Brauer, Getränkehändler, die drei nationalen Horeca-Verbände und die föderalen Minister Eléonore Simonet und David Clarinval, beide MR, am Freitag eine überarbeitete Fassung dieser Richtlinien unterzeichnet. Ziel ist es, für fairere und transparentere Beziehungen zwischen Brauereien, Getränkelieferanten und Gastronomiebetrieben zu sorgen – und damit die Zukunft des Horeca-Sektors in Belgien langfristig zu sichern.
Die Venntrilogie, einer der bedeutendsten Fernwanderwege Ostbelgiens, startet mit neuen Impulsen in die Wandersaison: Die Einführung exklusiver Pins soll das Wandererlebnis mit hohem Erinnerungswert erweitern.
Ein elfjähriger Junge stirbt, nachdem ihn ein Polizeifahrzeug mit erhöhter Geschwindigkeit quer durch einen Park in der Brüsseler Gemeinde Ganshoren verfolgt und erfasst. Der Fall sorgt für Empörung und wirft ernste Fragen auf – über Verantwortung, strukturelle Defizite und den Umgang mit Risiko.
Nicht immer einer Meinung, dafür stets auf einer Wellenlänge: Das sind Etienne Gengler (63) und Michael McCrae (62). Zehn Jahre lang hat das Duo die Geschicke des Königlichen Athenäum Eupen (KAE) geleitet, zum Schuljahresende verabschieden sich der Direktor und sein Stellvertreter in Rente. Das GrenzEcho besuchte sie vor ihrer letzten Prüfungszeit. Ein Gespräch über steigende Schülerzahlen, zeitgemäßen Unterricht und die Sinnhaftigkeit von Noten.
Häufig wird in letzter Zeit von der Reaktivierung der Eisenbahnstrecke zwischen Stolberg und Eupen gesprochen. Die Eisenbahnfreunde Grenzland geben einen kleinen Vorgeschmack, wie es sein könnte: Zum Bahnhofsfest in Raeren am 21. und 22. Juni fährt ein „Sonderzug“ von Raeren nach Eupen.
Die Frühjahrsprognose der Nationalbank (BNB) zeichnet ein alarmierendes Bild der öffentlichen Finanzen. Trotz einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung und einer Reihe geplanter Sparmaßnahmen bleibt das Haushaltsdefizit hoch – und steigt in den kommenden Jahren sogar weiter an. Die zentrale Warnung von Gouverneur Pierre Wunsch lautet daher unmissverständlich: „Die derzeitige Finanzpolitik ist nicht tragfähig – und was nicht tragfähig ist, kann nicht von Dauer sein.“ Seine Botschaft – an die Föderalregierung wie an die Regionen: Wir sind anfällig für einen Schock. Sollte es zu einer Rezession kommen, könne das Defizit schnell über sieben Prozent steigen – mit potenziell dramatischen Folgen für die Kreditwürdigkeit des Landes.
Poetisch, vielfältig, aktuell – so lässt sich die neue Ausgabe des zeitgenössischen Tanzfestivals TanzArt ostwest beschreiben, die am Mittwoch, den 18. Juni, im Alten Schlachthof Eupen über die Bühne geht.
Herausragende Musik, der Start in ein Jubiläumsjahr und die Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges. Das Benefizkonzert „Frieden braucht Zukunft“ der King’s Singers am Mittwochabend in der Pfarrkirche St.Vith vereinte alle Zutaten für einen außergewöhnlichen Abend.
Rund 50 Tierheime und Tierschutzorganisationen aus der Wallonie und aus Brüssel haben sich am Freitag zu einem bisher beispiellosen Bündnis zusammengeschlossen, um den öffentlichen Behörden – insbesondere der wallonischen Regierung – ein Ultimatum zu stellen. Sollte es keine Reaktion geben, drohen sie, die bestehenden Abkommen zur Versorgung von Fund- und beschlagnahmten Tieren mit den Gemeinden auszusetzen – oder im Falle von Misshandlungsfällen ganz aufzugeben.
Das Airport Operations Center (APOC), die zentrale Steuerungsstelle des Flughafens Brussels Airport, feierte am Freitag sein zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass kündigte der Flughafen eine grundlegende Modernisierung des Zentrums an: Bis 2028 soll es durch das neue „APOC 360“ ersetzt werden – ein hochmodernes Kontrollzentrum mit erweiterten Funktionen.
Mit einem Besuch von Königin Mathilde haben am Freitag die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen des Beginenhofs in Brügge begonnen. Die Königin besuchte die Ausstellung zur Geschichte des Hofes mit dem Titel „Beschermd en geborgen“ (Geschützt und geborgen), sprach mit Chormitgliedern sowie mit einigen der Bewohnerinnen des historischen Ortes.
Die Föderalregierung hat entschieden, die Umsetzung der ursprünglich geplanten Gleichstrom-Komponente der Energieinsel Prinzessin Elisabeth in der Nordsee auszusetzen. Das kündigte Energieminister Mathieu Bihet (MR) am Freitag nach einer Sitzung des Kernkabinetts an. Der Schritt soll eine Einsparung von mindestens drei Milliarden Euro ermöglichen.
Rund zwei Monate nach seiner Wahl an die Spitze der frankofonen Schwesterpartei Les Engagés hat Yvan Verougstraete am Mittwochabend die CSP Ostbelgien besucht. Im Kolpinghaus in Eupen traf der 49-jährige Europaabgeordnete auf rund 50 Mitglieder und Vertreter des Parteivorstands.
Nach einem Einbruch am vergangenen Dienstag, 3. Juni, in Krinkelt („Am Trog“), erhielt die Polizei mehrere Hinweise auf verdächtiges Verhalten eines Pärchens.
Der belgische Minenjagd-Kreuzer Lobelia ist am Freitag nach einem mehrwöchigen NATO-Einsatz in der Ostsee wieder im Heimathafen Zeebrugge eingelaufen. Ziel der Mission war die Sicherung unterseeischer Infrastruktur wie Pipelines und Datenkabel – ein Auftrag, der infolge von Sabotagevorfällen im Vorjahr ins Leben gerufen wurde.
Auf Initiative mehrerer jüdischer Organisationen, darunter die Union des progressistes juifs de Belgique (UPJB), haben sich am Donnerstagabend rund 200 Menschen vor dem belgischen Außenministerium in Brüssel versammelt. Ziel der Aktion war es, gegen das „von Israel in Gaza verübte Genozid“ zu protestieren und Belgien sowie die Europäische Union aufzufordern, „alles zu tun“, um die israelische Offensive im Gazastreifen zu stoppen und den von Israel verhängten Blockadezustand zu beenden – insbesondere in Bezug auf Lebensmittel und humanitäre Hilfe.
Mit auffälligen Transparenten über Autobahnbrücken und an viel befahrenen Straßen hat die Gewerkschaft CSC/ACV am Freitag auf eine stille soziale Ungerechtigkeit aufmerksam gemacht: Kranke Arbeitnehmer und Beschäftigte in Kurzarbeit drohen bei Renten und Vorruhestand benachteiligt zu werden.
Mehr als jeder zweite belgische Konsument hat im vergangenen Jahr mindestens einmal bei einem asiatischen Online-Shop wie Shein oder Temu eingekauft. Das geht aus der aktuellen E-Commerce-Studie des belgischen Handelsverbands Comeos hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.