Immer mehr Belgier sind für eine allgemeine Impfpflicht

<p>Sieben von zehn Belgiern sind für eine allgemeine Impfpflicht.</p>
Sieben von zehn Belgiern sind für eine allgemeine Impfpflicht. | Illustrationsfoto: afp

Das „Große Barometer“, das in einem dreimonatigen Rhythmus die Meinung der Belgier zu politischen und gesellschaftlichen Themen hinterfragt, legt in der jüngst veröffentlichten Dezemberausgabe einen deutlichen Trend dar.

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Kommentare

  • Sehr geehrter Herr Leonard,

    Ich empfehle Ihnen, sich nicht nur auf die Corona-Zahlen zu fixieren, sondern insbesondere sich die allgemeine Übersterblichkeit in den jeweiligen Ländern anzuschauen.

    Die Plattform ourworldindata.org pflegt eine Sonderseite mit dem Titel „Excess Mortality“. Auf dieser Seite steht eine neue Grafik mit dem Titel „Estimated excess mortality from The Economist“ zur Verfügung. Darin werden für ein auszuwählendes Land die kumulierten bestätigten Corona-Todesfälle den allgemeinen „überschüssigen“ Todesfällen gegenübergestellt.

    In allen skandinavischen Ländern, außer Schweden, beobachtet man ab April 2021 eine allgemeine Übersterblichkeit, die deutlich steiler ansteigt, als die Covid-19-Sterblichkeit. Das gleiche gilt auch für Deutschland. Übrigens steigt in Flandern die Übersterblichkeit jetzt stärker an, als im Rest des Landes an.

    Was kann das nun bedeuten? Sind es die Lockdown-Kollateralschäden, die nun messbar werden, oder ist die Impfung doch nicht so sicher, wie behauptet wird? Dieser Frage sollten sich die Experten dringend annehmen.

    Ich finde die Sicherheit der Impfstoffe sollte deutlich systematischer überwacht werden, anstatt sich mit freiwilligen Verdachtsmeldungen, die dann zu allem Übel nur stichprobenartig überprüft werden, zu begnügen.

  • In seinem ersten Beitrag vom 13.12. hier oben verlinkt Herr Schmitz den neuesten Bericht von Sciensano und zieht daraus den Schluss: „Also kann man nicht behaupten, dass eine hohe Impfquote die Krankenhäuser entlasten würde.“

    Er vermeidet es dabei peinlichst, die Tabellen 2 und 3 auf den Seiten 10 und 11 zu zitieren, die die Inzidenz bei Geimpften und Ungeimpften bei den Krankenhauseinlieferungen und der Verlegung auf die Intensivstationen pro Region und pro Altersklasse auflisten.

    Die Zahlen sind eindeutig: sowohl auf Landesebene als auch in den Regionen und in allen Altersklassen überwiegen die Ungeimpften „zum Teil deutlich“, ja sogar "überdeutlich".
    Sciensano: "Les incidences restent, pour tous les groupes d'âge, (beaucoup) plus élevées pour les personnes non vaccinées que pour les personnes vaccinées."

    Was wäre erst in den Krankenhäusern los, wenn die Geimpften dieselben Inzidenzen hätten wie die Ungeimpften? Nicht auszudenken!

    In diesem Zusammenhang werde ich an anderer Stelle auf eine von Herrn Schmitz zitierte Äußerung von Prof. Dr. Deckers zurückkommen, wonach bei ihm auf den Intensivstationen nur geimpfte Patienten lägen. Auch dort hat Herr Schmitz (bewusst?) den Kontext ignoriert.

  • Inzwischen hat Sciensano seinen neuen Lagebericht vorgelegt (Evaluation de la situation épidémiologique - RAG 22/12/2021).

    Darin finden sich wieder die Tabellen 2 und 3 auf den Seiten 10 und 11.
    Zuerst die Inzidenz der Krankenhausaufnahmen vom 6. bis 19.12. (Tabelle 2):
    In allen relevanten Altersgruppen (12>) liegt die Inzidenz bei den Ungeimpften in allen Regionen und auf Landesebene zum großen Teil sehr deutlich über der der Geimpften.

    Tabelle 3 bringt die Inzidenzen für die Intensivstationen:
    Dasselbe Bild, mit Ausnahme der 85+ in Brüssel und der Wallonie, wo die Inzidenz der Geimpften momentan höher liegt.

    Interessant ist ein Vergleich dieser Tabellen mit Tabelle 4, welche die Prozentzahlen der Ungeimpften auflistet.

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