PS rüttelt am Te Deum des Nationalfeiertags

<p>Das Königspaar und seine Kinder treffen zum Te Deum an der Brüsseler Kathedrale ein.</p>
Das Königspaar und seine Kinder treffen zum Te Deum an der Brüsseler Kathedrale ein. | Foto: belga

Im Kern verlangt der Text, dass öffentliche Behörden künftig keine religiösen Zeremonien mehr organisieren und in offizieller Funktion auch nicht mehr daran teilnehmen sollen. Im Visier steht dabei vor allem das Te Deum am 21.

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Kommentare

  • Wer unvoreingenommen an die Sache herangeht, muss eigentlich mit dem Inhalt dieser Resolution einverstanden sein.

    Belgien und Luxemburg sind die einzigen europäischen Länder, in denen die Tradition des Te Deums noch praktiziert wird.

    In Luxemburg gibt es seit einigen Jahren multireligiöse Ansprachen im Rahmen des Te Deums. Neben dem Erzbischof kommen auch Vertreter der jüdischen, muslimischen und anglikanischen Gemeinden zu Wort.
    Immerhin ein Schritt weg von der Monopolstellung der katholischen Religion, die dem Prinzip der weltanschaulichen Neutralität des Staates widerspricht.

  • Beim te Deum in Kelmis gibt es auch multireligöse Ansprachen, also was soll das Ganze?

  • Die PS hat zur Zeit nichts zu kamellen, weder auf nationaler noch regionaler Ebene und versucht so auf sich aufmerksam zu machen. Aber recht hat sie. Zumal man dabei vermutlich etliche Euros einsparen könnte.

  • Leider in Belgien nicht verfassungskonform. Vor einigen Jahren hatten Eltern, die Pflicht wenigstens den neutralen Moralkursus zu folgen, vor dem Verfassungsgericht angefochten und Recht erhalten. Dann musste die Regierung der französischen Gemeinschaft den "cours de rien" erfinden.

  • Das Ganze soll die längst nicht vollzogene und überfällige “Trennung von Kirche und Staat sichtbarer im öffentlichen Leben verankern”. Eigentlich ist diesem einleitenden Satz kaum noch etwas hinzuzufügen.

    Ein Land, dessen Bevölkerung mittlerweile zu einem großen Teil keine praktizierenden Religionsanhänger umfasst (der Rückgang unter den Katholiken ist mit mittlerweile 5% rasant) sollte dieser Entwicklung auf allen Ebenen Rechnung tragen. Nicht nur beim „politischen „ TeDeum“ sondern vor allem auch im Unterrichtswesen.

    Die DG sollte dem Luxemburger Beispiel folgen und den längst überholten und nach Konfessionen getrennten (und von den Kultusträgern organisierten) Bekenntnis-Religionsunterricht abschaffen und endlich durch einem zeitgemäßen Weltanschauungs- bzw. Philosophieunterricht ersetzen.
    Luxemburg hat ab 2016 im Zuge einer strikten Trennung von Kirche und Staat den konfessionellen Religionsunterricht an staatlichen Schulen vollständig abgeschafft. Stattdessen besuchen alle Schüler gemeinsam das weltanschaulich neutrale Fach „Leben und Gesellschaft“, das universelle Menschenrechte, ethische Fragestellungen, Kulturgeschichte und ein Grundwissen über die großen Weltreligionen vermittelt (Religionskunde vs. Bekenntnisunterricht).

    Aber dazu fehlt es den PolitikerInnen in der DG (zumal nach dem Abgang von Isabelle Weykmanns) weiterhin zumindest an Courage.

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