Der Kadaver war bereits am 14. Mai entdeckt und dem Wolfsmonitoring des Landes gemeldet worden. In Absprache mit den örtlichen Behörden und der obersten Jagdbehörde wurde das Tier sichergestellt. Eine tierpathologische Untersuchung soll nun Aufschluss über die Todesursache geben. Für die genetische Identifizierung hatten Luchs- und Wolfsberatende vor Ort Proben genommen.
GW926m war erstmals am 22. August 2018 genetisch nachgewiesen worden. Die damaligen Proben stammten von einem Nutztierriss bei Kerken im Kreis Kleve. Den genetischen Daten zufolge stammte der Wolf aus dem tschechischen Territorium „Ralsko“, das zuvor unter der Bezeichnung „Doksy“ geführt wurde. Damit hatte er mehrere Hundert Kilometer zurückgelegt, bevor er Nordrhein-Westfalen erreichte. Nach Angaben des LANUK gehörte er zu den bislang ältesten tot aufgefundenen Wölfen in Nordrhein-Westfalen.
Seit dem Monitoringjahr 2018/2019 war der Rüde dem belgischen Wolfsterritorium „Hohes Venn Nord“ zugeordnet. Im Monitoringjahr 2020/2021 bildete er dort ein Paar mit der Fähe GW1943f. In den folgenden Jahren bekam das Paar mehrfach Nachwuchs. GW1943f wurde im März 2024 nach einem Verkehrsunfall tot aufgefunden.
GW926m verließ das Territorium im darauffolgenden Monitoringjahr 2024/2025. Im Januar 2025 wurde er zunächst bei Prüm in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Weitere genetische Nachweise folgten am 7. Februar bei Nideggen im Kreis Düren und am 10. Februar in Mönchengladbach. Untersuchungen ab Herbst 2025 zeigten anschließend, dass der Wolf wieder in die Eifelregion zurückgekehrt war. Sein letzter genetischer Nachweis in Nordrhein-Westfalen stammt vom 19. Januar dieses Jahres bei Mechernich.
Für die Entwicklung der Wolfspopulation in der Eifel hatte GW926m nach Einschätzung des LANUK eine besondere Bedeutung. Nachkommen des Rüden begründeten später die Wolfsterritorien „Nordeifel“, „Rureifel“ und „Hohes Venn Süd“. Ein Großteil der heute bekannten Eifelrudel lässt sich damit genetisch auf GW926m zurückführen. (red/jj)

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