Sorgenfalten auch in der DG

<p>Premierminister Alexander De Croo bei der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag</p>
Premierminister Alexander De Croo bei der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag | Foto: Photo News
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Kommentare

  • Oliver Paasch:“…da im Inland ein starker Anstieg an Krankenhausaufnahmen zu verzeichnen ist.“

    Ich erinnere den MP daran, dass im Rahmen der ersten Welle der Anstieg an Krankenhausaufnahmen im Vergleich zu heute ZEHN Mal steiler verlief. Und dennoch ist unser Krankenhaussystem bei Weitem nicht zusammengebrochen. Was nicht überrascht, denn 2017 haben die belgischen Krankenhäuser rund 1,8 Millionen Patienten aufgenommen, was etwa 5000 Neuaufnahmen pro Tag entspricht. (https://www.healthybelgium.be/images/Kurzdossier_Gesundheitspflege_2019_...).

    Derzeit werden täglich weniger als 100 Patienten mit oder wegen Corona aufgenommen, d.h. bei etwa 2% der Neuaufnahmen gibt es einen Zusammenhang mit Corona, bei der ersten Welle waren es knapp 10%.

    Ich kann Politiker verstehen, dass sie mitunter den Überblick verlieren, insbesondere, wenn die Experten mitunter Zahlen auf inakzeptable Weise verfälschen. So hat Sciensano eine neue Grafik auf seiner Webseite veröffentlicht, die ich perfide finde.
    Da wird in anschaulicher Weise die sehr auffällige Übersterblichkeit im März/April mittels bunter Farbe einzig und allein Corona zugeordnet, als ob es dieses Jahr keine Grippewelle gegeben hätte (https://epistat.wiv-isp.be/momo/). Nun, diese gab es aber sehr wohl, und sie wäre dann wohl die erste, die keinerlei Übersterblichkeit nach sich gezogen hätte, siehe (https://epistat.wiv-isp.be/influenza/).

  • Hätte man - von verschiedenen Seiten - in den vergangenen Wochen nicht die falschen Signale gesendet, wäre die eine oder andere Sorgenfalte jetzt vielleicht überflüssig.

    In einer Gesellschaft, die derart wenig Vertrauen in ihre politischen Vertreter und Instanzen hat, ist es naiv zu glauben, dass mit gesundem Menschenverstand und Eigenverantwortung allein, eine Pandemie zu bändigen ist.

    Wer zudem in populistischer Manier Maßnahmen zur Eindämmung des Virus aufweicht und die eigentliche Herausforderung aus dem Blickwinkel verliert, wird von der Realität schnell wieder auf die Füße gestellt.

    Auch wenn dies manche in der Folge einer ausgeuferten Autonomie mittlerweile so empfinden, die DG ist auch in Sachen Corona keine Insel der Glückseligen.

    Außer in der Fantasiewelt der bekannten Corona-Leugner.

    @G. Schmitz

    Das einzig wirklich perfide ist ihr unablässiger Versuch, die Pandemie klein zu reden.
    Kaum eines ihrer „Argumente“ hält einem Faktencheck stand und dies seit Beginn ihrer Agitation.
    Die Situation in den Krankenhäusern jetzt ist nicht vergleichbar mit März-April.
    Trotz anderer Infektionsdynamik damals war die Bettenkapazität wesentlich höher als heute und sie stößt jetzt schneller an ihre Grenzen.

    Dies könnten sie wissen, wenn es ihnen nicht einzig und allein darum ginge, ihren wie auch immer motivierten Drang „alternative Wahrheiten“ aufzuspüren, zu befriedigenden.

    Sie befinden sich in einer Bestätigungsblase, die sie für die Realität - und nicht nur dafür - unempfänglich macht. Sie und ihre getriebenen Gesinnungsgenossen sind es, die die Menschen zusätzlich verunsichern, statt ihren Beitrag zu leisten, die Krise zu überwinden.

  • Ihnen ist schon klar, Herr Schmitz, dass es 2017 keine Covid-19-Pandemie/-Patienten gab, oder?

    Und Sie wissen auch, dass ein "Corona-Patient" erheblich mehr Pflegeaufwand erfordert als ein "normaler" Patient - schon aus diesem Grund kann Ihre Milchmädchenrechnung bzgl. der Krankenhausaufnahmen 2017/2020 (wo sind 2018 und 2019 geblieben?) nicht aufgehen...

    Dass das Krankenhaussystem nicht kollabiert ist, liegt nicht daran, dass alles noch wunderbar im grünen Bereich war ("bei Weitem nicht zusammengebrochen"), wie Sie suggerieren, sondern nicht unerheblich daran, dass Ärzte und Pflegekräfte bis zur völligen Erschöpfung gearbeitet haben und Leben gerettet haben (!), und der Pflegesektor sich jeden Tag aufs Neue an ein unbekanntes Virus angepasst hat, an vorderster Front dagegen angekämpft hat, während einige Neunmalkluge am Seitenrand stehend nichts Besseres zu tun hatten, als lautstark dumme Kommentare und Sprüche von sich zu geben, die Gefahr zu verharmlosen oder zu leugnen, und dies zum Teil heute noch tun.

    Denken Sie vielleicht einmal an die 10.078 Menschenleben (Quelle: Sciensano, Stand 06-10-2020), die Covid-19 alleine in Belgien ausgelöscht hat, und an deren Familien, Freunde und Angehörigen, bevor Sie mal wieder einen Ihrer verharmlosenden oder relativierenden Kommentare schreiben und sich beim Zahlenjonglieren blamieren.
    Die Todeszahlen haben auch nichts mit Panikmache zu tun, sondern sind nüchterne Fakten. Jeder Corona-Tod ist einer zuviel, denn er ist vermeidbar. Und kommen Sie mir bitte nicht mit dieser unsäglichen Manier, die Toten von Autounfällen, Grippe, Krebs, oder was weiss ich gegeneinander aufzuwiegen - das ist menschenunwürdig.

    Wenn Sie doch so eine Koryphäe auf dem Gebiet der Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, zu sein scheinen, warum teilen Sie Ihre Erkenntnisse nicht mit Sciensano und den zuständigen Behörden anstatt die ostbelgischen Medien mit Kommentaren zu überfluten?

  • Seltsam, seltsam. Da wurde vor kurzem noch heftig über die Art und Weise der Diskussion in den Medien und Internetforen debatiert und ein Hetzen und Schimpfen an den Pranger gestellt, gerade und auch von den Herren Hezel und Leonard.

    Und was tun diese Vorbilder von Gutmenschen? Ich verfolge ja die regelmäßigen Schlagabtäusche der Herren mit Herrn Schmitz, kann aber keinen gesitteten Meinungsaustausch von Seiten der beiden Herren ausmachen.

    Es werden weder die von Herrn Schmitz vorgebrachten Fakten widerlegt, noch andere Fakten angeführt. Allerdings ergeht man sich in persönlichen Angriffen und Beleidigungen (Milchmädchenrechnung, Neunmalkluge, dumme Kommentare und Sprüche, blamieren, menschenunwürdig, naiv, populistisch, alternative Wahrheiten, Bestätigungsblase, für Realität unempfänglich, getriebenen Gesinnungsgenossen, …).

    Nun, die Herren Leonard und Hezel, wenn Sie keine Argumente oder persönliche Meinungen, die nicht persönliche Angriffe oder Beleidigungen des Diskussionspartners darstellen, vorzubringen haben, seien Sie am besten still. Mit jedem Ihrer Kommentare stellen Sie sich selbst ein sehr schlechtes Zeugnis aus.

  • Herr Schumacher, merken Sie, dass Sie genau das betreiben, was Sie anderen vorwerfen: Von der Seitenlinie aus hetzen ("Vorbilder von Gutmenschen", usw.)...

    Ihre Aussage "seien Sie am besten still" können Sie sich schenken. Kostenlos und belanglos.

    Lesen Sie das, was ich geschrieben habe, vielleicht noch einmal ganz genau, falls Ihnen meine Argumente entgangen sind. Ich befürchte aber, dass diese Diskussion anfängt, sich im Kreis zu drehen und dass ihr Kommentar nur ein weiterer Versuch ist, vom Inhalt der Diskussion auf die Form abzulenken.
    Seien Sie beruhigt, ein "gesitteter Meinungsaustausch" ist durch die Netiquette und die Moderatoren des Grenz-Echo gewährleistet - es besteht also kein Bedarf, sich zum Sittlichkeitshüter aufzuplustern.

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