Corona in Belgien: Juli ist nicht März

<p>Corona in Belgien: Juli ist nicht März</p>

Die Kurve zeigt ungebrochen nach oben: In der Woche vom 20. bis 26. Juli wurden in Belgien im Schnitt 347,1 Neuinfektionen pro Tag registriert – plus 77 Prozent im Vergleich zu Vorwoche. Auch die Anzahl Krankenhausaufnahmen steigt weiter: Zischen dem 23. bis 29. Juli wurden pro Tag durchschnittlich 25 Covid-19-Patienten eingewiesen (plus 84  Prozent).

In der Woche vom 20. bis 26. Juli gab es in unserem Land rund 2.400 neue bestätigte Corona-Fälle – deutlich mehr als die 1.348 infizierten Belgier in der Woche vom 9. März, als der Nationale Sicherheitsrat den Lockdown ankündigte. Was folgte, war die große erste Corona-Welle. Die steigenden Corona-Infektionen in unserem Land erinnern stark an die Infektionskurve im März, aber es gibt signifikante Unterschiede. Die Zeitung „De Standaard“ hat deren vier gefunden:

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Kommentare

  • "Es ist ein Krieg gegen die Dummheit!

    In einem Krankenhaus in Houston kämpft Chefarzt Joseph Varon um das Leben seiner COVID19-Patienten. Die größte Sorge bereite ihm dabei das Verhalten seiner Mitmenschen im Umgang mit der Pandemie.

    "Derzeit führe ich zwei Kriege: Einen gegen Covid-19 und einen gegen die Dummheit. Was den ersten angeht, habe ich Hoffnung, dass er zu gewinnen ist. Aber beim zweiten wird es immer schwieriger. Warum ich das sage? Weil die Leute nicht zuhören. Egal, ob es um Wissenschaft oder um gesunden Menschenverstand geht. Die Menschen in diesem Land hören nicht zu."“ (aus SPON 31.7.20)

    Dieser Krieg scheint auch in Ostbelgien nicht zu gewinnen.

  • Genau so ist es, Herr Schmitz.
    man belügt uns absichtlich. Eine Welle ist gekennzeichnet durch die Anzahl Tote, nicht Infektionen.
    Und die jetzt ansteigenden Infektionen werden keine grosse Auswirkungen auf die Toteszahl haben.
    Aber mal sehen, was für Märchen die dann parat haben, um sich zu rechtfertigen.

  • "Es gebe jetzt eine größere Verzögerung zwischen der Bestätigung neuer Fälle und Krankenhauseinweisungen, sagt der Epidemiologe Pierre Van Damme."

    Vielleicht lohnt sich mal wieder ein Blick nach Schweden, um sich eine Vorstellung dieser "größeren Verzögerung" zu machen. Zwischen dem 3. Juni und dem 15. Juli erlebte Schweden eine heftige zweite INFEKTIONSwelle, die stärker war als die erste. Diese Infektionswelle erreichte in etwa die Fallzahlen, die in Belgien im Verlauf der ersten Welle gemessen wurden. Siehe https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=tru...

    Wenn wir nun die schwedischen STERBEzahlen betrachten, fällt auf, dass die zweite Welle sich nicht auf diese ausgewirkt hat, da diese ungehindert weiter sank und sinkt, siehe https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=tru....

    Es wäre jetzt interessant zu hören, wie Herr Van Damme diese in Schweden bereits jetzt mehr als acht (!) Wochen auf sich warten lassende STERBEwelle erklärt.

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