DG-Impfkampagne: Nicht billig, aber sicher die günstigere Variante

<p>Beim Impfen hat die DG zwar Flandern den Spitzenplatz überlassen müssen. Man liegt aber gut im Mittelfeld, während Brüssel die rote Laterne zufiel.</p>
Beim Impfen hat die DG zwar Flandern den Spitzenplatz überlassen müssen. Man liegt aber gut im Mittelfeld, während Brüssel die rote Laterne zufiel. | Foto: David Hagemann

Trotzdem offenbart ein Blick in die jeweiligen regionalen Ergebnisse – Ostbelgien ist in diesem Bereich als eigenständiges Gebiet anzusehen – gravierende Unterschiede. Das finanzielle Ergebnis läuft hier parallel zum Kampagnen-Ergebnis. Flandern kann mit Fug und Recht behaupten, die meisten Bürger belgienweit von der Notwendigkeit und Nützlichkeit einer Impfung überzeugt zu haben. Während insgesamt 78% der Belgier doppelt geimpft sind, sind es deren in Flandern geschlagene 5% mehr, also 83%. Die DG und die Wallonie bewegen sich auf ähnlichem Niveau mit 70 respektive 73%. Brüssel hinkt mit gerade einmal 61% vollständig Geimpften weit hinterher: Zu Flandern fehlen beeindruckende 22%.

Bei den Kosten liegt dafür Brüssel weit vorne. Ganz offensichtlich gilt auch hier: Auf je mehr Menschen man die Kosten verteilen kann, umso geringer fallen diese pro Kopf aus. So hat die Impfkampagne in Brüssel beinahe dreimal so viel pro geimpfter Person gekostet als im Norden des Landes. Auch hat man es in Brüssel und insbesondere in der Wallonie nicht so gut geschafft, Freiwillige zu mobilisieren, um in den Impfzentren Hand mitanzulegen.

Auch wenn in der DG die Impfkampagne nicht billig war – bis Ende 2021 beläuft sich die Rechnung für die DG-Regierung auf 1,67 Millionen Euro –, so darf man doch festhalten, dass man in dem mit Abstand kleinsten Impfgebiet vieles richtig gemacht hat. Mit nur einem Impfzentrum hätte man wahrscheinlich weit weniger Menschen für den Piks gewinnen können. Und als es hieß, die Boosterkampagne so schnell wie möglich hochzufahren, standen in der DG die Impfzentren in Eupen und St.Vith noch. Die DG hat damit erneut bewiesen, dass sie auch schwierigen Aufgaben gewachsen, und diese mit Bravour zu bewältigen in der Lage ist.

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