Vier Franziskaner aus Südbrasilien beleben das Eupener Land

<p>Aufstellen zum Erinnerungsfoto: Die Patres aus Brasilien und ihre lokalen Ansprechpartner im Garten des Garnstock.</p>
Aufstellen zum Erinnerungsfoto: Die Patres aus Brasilien und ihre lokalen Ansprechpartner im Garten des Garnstock. | Foto: K. Schlupp

„Wenn Bruder Bruno Fritten angekündigt hat, sind wir gleich in den Keller gerannt und haben Kartoffeln geschält“, erzählt Pater Stephan Ottenbreit und blickt auf das Grab des Kochs Bruno Post am Garnstock.

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Kommentare

  • Ein Loblied auf die “Immaculata”, die unbefleckte Empfängnis?

    Die Lehre von der „unbefleckten Empfängnis Mariens“ ist nichts anderes als ein theologisches Konstrukt, das erst Jahrhunderte nach Jesus Christus künstlich zum Dogma erhoben wurde. Obwohl die Bibel keine klare Grundlage dafür liefert, erklärte die katholische Kirche 1854 diese Vorstellung zur verbindlichen… Wahrheit. Ein Vorgang, der eher kirchlichen Machtanspruch als göttliche Offenbarung vermuten lässt.

    Die Idee, dass ausgerechnet Maria ohne Erbsünde geboren worden sein soll (nein, die unbefleckte Empfängnis hat nichts mit der… Jungfrauengeburt zu tun), wirft zudem grundsätzliche Fragen auf, weil schon das Konzept der „Erbsünde“ selbst mehr als problematisch ist: warum sollte jeder Mensch bereits mit Schuld geboren werden, obwohl Schuld doch normalerweise persönliches Handeln voraussetzt? Ein moralisch und ethisch unhaltbares religiöses “Konzept”, das ein Bild eines von Geburt an mangelhaften Menschen zeichnet. Warum erschafft ein allmächtiger, allgütiger und allwissender Gott derart mangelhafte Wesen?

    Wenn also die Grundlage fragwürdig ist, wirkt auch die angebliche Ausnahme Mariens konstruiert und unglaubwürdig. Warum braucht ein allmächtiger Gott überhaupt eine „reine“ Mutter, um Mensch zu werden?

    Das von Papst Pius IX 1854 erlassene Dogma ist daher weniger eine nachvollziehbare Glaubenswahrheit, sondern eine späte theologische Überhöhung Mariens und ein Beispiel dafür, wie religiöse Institutionen Lehren entwickeln, die sich weder rational überprüfen, noch moralisch halten lassen.

    Ein Loblied auf die “Immaculata” enthält zu viele Misstöne, auch wenn es von honorigen Franziskanern gesungen wird.

  • Tatsächlich handelt es sich dabei um ein katholisches Dogma. Dennoch lohnt es sich, die tiefere Symbolik zu betrachten: Maria erscheint in der christlichen Tradition als Gegenbild zu Eva. Während Eva durch ihren Ungehorsam zum Sinnbild des Sündenfalls wurde, steht Maria für Glauben, Vertrauen und Gehorsam gegenüber Gott. Darum nannten die Kirchenväter sie die „neue Eva“. Auch wir Evangelischen ehren Maria, wenn auch anders als die katholische Kirche. Martin Luther selbst sprach mit großer Achtung von ihr. Wir verehren sie nicht, aber wir ehren sie als die Mutter unseres Herrn Jesus Christus, des Messias und Erlösers der Welt. „Von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter“ (Lk 1,48), sagt Maria selbst im Magnificat.
    Besonders bemerkenswert ist, dass Gott nicht eine mächtige Königin auswählte, sondern ein einfaches, demütiges junges Mädchen aus Nazareth. Gerade ihre Bescheidenheit, ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft, Gottes Willen anzunehmen („Mir geschehe, wie du gesagt hast“, Lk 1,38), machten sie zu einem Vorbild des Glaubens. Ob man das Dogma der unbefleckten Empfängnis teilt oder nicht: Maria bleibt für alle Christen eine herausragende Glaubensgestalt. Durch sie kam Jesus Christus in die Welt. Dafür verdient sie Achtung, Dankbarkeit und Ehre.

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