„Windwahn der Gemeinden“ hätte auch der Titel lauten können. Fünf Bürgermeister legen sich für die Energiewende der DG ins Zeug. Diese sogenannte Energiewende ist ein Rückfall in die Zeit des „Tanzes um das goldene Kalb“. Es ist eine Huldigung an eine Technik, die sich Maßlosigkeit zum Maß genommen hat. Auf Weitsicht legen unsere Protagonisten keinen Wert; diese ist ihnen vor lauter Glücksspieleuphorie und Ideologie abhanden gekommen. Sie ist zu einer Ersatzreligion verkommen, welche Sachverstand, ökonomische Sinnhaftigkeit und physikalische Gesetzmäßigkeiten außen vor lässt. Es klingt wie Hohn, den man dem Bürger zumutet: „...Bewertung der Auswirkungen auf Umwelt, Lebensqualität und regionale Entwicklung; Berücksichtigung bestehender und geplanter Windkraftprojekte sowie der potenziellen Standorte künftiger Projekte; Prüfung möglicher Alternativen und verhältnismäßiger Lösungen.“ Beim Zerstören der Lebensgrundlage und Kulturlandschaft gibt es nichts zu prüfen. Es mag den desolaten Haushalt der Gemeinden etwas lindern, aber zu welchem Preis? Freuen können sich die Windbarone, deren Subsidien aus Steuergeldern generiert werden. Würden die Gemeinden die Steuern erhöhen, wäre das bitter, aber ehrlich und ohne Nebenwirkungen. Jetzt bittet man über den Strompreis zur Kasse und zerstört die Natur langfristig. Eine kritische Auseinandersetzung ist selbst in wissenschaftlichen Kreisen verloren gegangen. Das sind nicht meine Bürgermeister!
Kommentare
Warum gibt es Gegenpol eigentlich nicht als Partei ? Ihr wisst doch alles besser, dann zeigt Mut, gründet eine Partei und rettet uns vor den unfähigen Politiker !
Werte Frau Nancy Schmitz,
Eine Partei gründen? Natürlich, warum nicht...
Es muss aber bedacht werden, dass mann dies machen könne, aber um bei Wahlen anzutreten, muss eine Frauenquote von 50% eingehalten werden, und deshalb könnten Sie sich doch bei uns beteiligen, oder?
Um die Realität zu verdeutlichen, die viele hier wahrscheinlich gar nicht kennen:
Der sich so großspurig aufplusternde, absolute Kenntnis vor allem auf den Gebieten Klimawandel und Energiepolitik vortäuschende "Gegenpol Ostbelgien" bestand von Anfang an (seit 2020 ?) nur aus ganzen vier Mitgliedern: Guido Scholzen, Joachim Wahl, Gerald Pesch und Hermann Langer.
Letzterer verstarb 2025, wurde aber bis heute nicht ersetzt.
Wenn dieser Abgang schon Nachwuchsprobleme in diesem exklusiven Zirkel verursacht, wie will Herr Scholzen dann genug Kandidaten (m/w) gewinnen, um eine Parteistruktur aufzubauen und eine Liste aufzustellen ?
Ja, und da wäre noch die Frauenquote. Bis heute ist das in reiner Männerverein.
Der Leserbrief des Herrn Wahl: die üblichen Attacken ad personam ohne jede nachprüfbaren Sachargumente.
Was den angeblichen "Windwahn" der 5 Gemeinderäte angeht, so befinden sie sich in guter Gesellschaft:
Um nicht immer nach "drüben" zu blicken, wo übrigens im Moment in der Lausitz das größte Windrad der Welt im Bau ist (360 M hoch), schauen wir mal auf das kleine Dänemark:, wo mit 279 Metern der derzeitige Rekordhalter steht:
"Dänemark ist ein Vorreiter in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Beeindruckende mehr als 92% des Stroms stammen aus kohlenstoffarmen Energiequellen. Windenergie steht an erster Stelle mit fast 60%, gefolgt von Biokraftstoffen mit etwa 19% und Solarenergie mit 14%. Nur ein kleiner Teil des Stroms, weniger als 8%, wird durch fossile Brennstoffe produziert. Hiervon entfallen etwa gleich große Teile auf Kohle und Gas,
Da staunt der Fachmann, und dem Gegenpoler bleibt die Spucke weg.
Ach Herr Schleck, Sie müssen nicht um jeden Preis auf die Meinung von Gegenpol reagieren, wenn der Text Sie intellektuell überfordert. Gegenpol kritisiert nicht den Windwahn in Dänemark oder den Bau eines Riesenwindrades in Deutschland. Was die machen interessiert uns nicht. Wir leben hier und werden nicht tatenlos zusehen, wie wegen ein paar Pachtzahlungen an entsprechende Gemeinden die Landschaft verschandelt wird. Noch ein Hinweis zu Dänemark und deren Kohlenstoffarmut. Der grösste Flughafen Skandinaviens liegt in Kopenhagen mit 700 täglichen Starts und Landungen. Hören Sie endlich auf, die Leser für dumm zu verkaufen.
Es ist wohl sinnlos, mit jemandem zu diskutieren, der seinem Gegenüber die nötigen intellektuellen Fähigkeiten abspricht und diesen in arroganter Weise auffordert, die Leute nicht „für dumm zu verkaufen“.
Dennoch schauen wir mal, wer hier die Leser wirklich für dumm verkaufen will.
„Was die [Dänen] machen, interessiert uns nicht.“
Bravo! Bloß nicht die Scheuklappen ablegen, um zu sehen, was anderswo passiert. So kommt man auch nicht in die Verlegenheit, die eigenen Dogmen kritisch hinterfragen zu müssen.
„Wir leben hier und werden nicht tatenlos zusehen, wie […] die Landschaft verschandelt wird.“ Weiter oben ist von „Kulturlandschaft“ die Rede.
Das bekannte NIMBY-Phänomen: „Not in my backyard.“
Zugegeben, Windräder sind keine Augenweide. Aber ist Herrn Wahl bewusst, dass wir durch unsere „Kulturlandschaft“ die Umwelt in gravierendster Weise geformt, umgewandelt und zerstört haben, so dass man jetzt mühselig darangeht, sie zu „renaturieren“: hier im Wilden Kermeter, dort im Hohen Venn oder in den Bachtälern.
Der Herr Wahl würde stattdessen sicher lieber auf Tihange, Weisweiler oder Garzweiler blicken: Natur pur?
Dass Herr Wahl jetzt den Naturschützer mimt, ist ein Witz. Von Anfang an waren er und seine Mitstreiter geradezu fanatisch gegen jede Form von Erneuerbarer Energie.
Aber gut, lassen wir die Herren Scholzen und Wahl weiter wie früher Don Quichote und Sancho Panza gegen die Windmühlen kämpfen. Wie dieser Kampf ausging, wissen wir…
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