Bei den geschleusten Personen handelt es sich laut Aachener Polizei um sechs Personen und ein Kind, die ohne Ausweispapiere nach Deutschland eingereist waren. Ein Teil der zwischen vier und 25 Jahre alten Personen sind bereit als Asylbewerber in Griechenland oder Frankreich bekannt, meldete die Polizei weiter. Sie wurden zur Wache nach Eschweiler gebracht.
In einer Mitteilung heißt es weiter: „Auf der Wache wurden drei Jugendliche nach ihrer Beanzeigung wegen der unerlaubten Einreise an eine Jugendeinrichtung weitergeleitet. Ein 23-Jähriger Mann wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen mit einer Aufforderung, das Bundesgebiet zu verlassen, wieder auf freien Fuß gesetzt.“ Ein Mann und eine Frau sowie ihr vier Jahre altes Kind stellten indes auf einen Asylantrag. Sie wurden an eine Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Der Schleuser wurde derweil am Donnerstagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft gegen den Belgier erließ.
Bereits zwei Stunden zuvor wurden am ehemaligen Grenzübergang Köpfchen eine Peruanerin und zwei Peruaner im Alter von 30 bis 38 Jahren von der deutschen Polizei angehalten und vorläufig festgenommen. Sie hatten sich nach Betrachtung ihrer Pässe schon längere Zeit unerlaubt im Europäischen Raum aufgehalten.
Der 38-jährige Fahrer, den die Polizei als Schleuser identifizierte, wies sich der Polizei gegenüber mit einem abgelaufenen peruanischen Reisepass aus. Sein Auto war weder versichert noch zugelassen und wurde deshalb vor Ort stillgelegt. Der Beschuldigte war laut Polizei nach ersten Recherchen im Ausland bis Ende 2019 als abgelehnter Asylbewerber in Frankreich gemeldet gewesen und danach untergetaucht. Seine beiden Begleiter wiesen sich zwar mit gültigen peruanischen Reisepässen aus, hatten aber bei weitem ihren legalen Aufenthaltsstatus überschritten.
„Von allen Personen wurden Sicherheitsleistungen in Gesamthöhe von 500 Euro erhoben. Der Schleuser wurde zwecks Beantragung von Zurückschiebehaft am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt, der den Haftantrag bestätigte. Der Betreffende wurde im Anschluss in die Justizvollzugsanstalt nach Büren verbracht“, erklärte die Aachener Polizei am Freitag weiter.
„Seine 30-jährige Begleiterin wurde nach ihrer Beanzeigung nach Belgien rückgeführt. Der 37-jährige Begleiter wurde an das Ausländeramt Aachen übergeben. Dieses strebt aufenthaltsbeendende Maßnahmen an“, hieß es abschließend in einer Mitteilung. (red/mv)

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Und ganz schnell zurück, wo sie hergekommen sind und den Typ für die nächsten Jahre in Urlaub schicken.
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