Luc Frank hat es geschafft: Der CSP-Politiker wird in die Abgeordnetenkammer einziehen. Damit stellt das deutsche Sprachgebiet nach Kattrin Jadin wieder ein Mitglied im föderalen Parlament. Luc Frank wird die neue Aufgabe mit seinem Amt als Bürgermeister von Kelmis verbinden, seinen Zivilberuf aber aufgeben, wie er dem GrenzEcho bestätigt.
Im Rahmenprogramm der DTM in Zandvoort gab Rallye-Doppelweltmeister Kalle Rovaperä, der in diesem Jahr in der WRC nur ein Teilzeitprogramm mit Toyota bestreitet, sein Debüt auf der Rundstrecke.
Welche Koalitionsmöglichkeiten gibt es in Flandern, nachdem die nationalistischen Parteien N-VA und Vlaams Belang allen anderen Parteien das Nachsehen gegeben haben? Nach zehn Jahren Mitte-rechts haben N-VA, CD&V und Open VLD keine Mehrheit mehr – genauso wenig wie eine klassische Dreierkoalition aus CD&V, Open VLD und Vooruit.
Im Eiltempo rüstet Frankreich sich für die kurzfristige Parlamentswahl. Präsident Macron will nach seiner Schlappe bei der Europawahl klare Verhältnisse. Le Pens Rechtsnationale geht es um die Macht.
Nur noch eine belgische Universität schafft es in die Top 100 der Welt. Die Katholische Universität Löwen (KU), die sich noch auf der 63. Position behauptet, musste dennoch einen Rückgang von zwei Plätzen hinnehmen. Der internationale Universitätsranking des Bildungsspezialisten Quacquarelli Symonds (QS) zeigt generell eine rückläufige Tendenz für die belgischen Hochschulen. Dies berichtet die frankofone Tageszeitung „L’Avenir“.
Das belgische Innenministerium hat am Montagmorgen aufgrund der erwarteten Stürme und möglichen Überschwemmungen die Notrufnummer 1722 aktiviert. Diese ist für nicht-dringende Einsätze der Feuerwehr vorgesehen.
Max Verstappen hat den vom Wetter durcheinandergewirbelten Großen Preis von Kanada gewonnen und die Führung in der Formel-1-Weltmeisterschaft ausgebaut. Der Titelverteidiger triumphierte mit seinem Red Bull in Montreal vor den beiden Briten Lando Norris (McLaren) sowie George Russell (Mercedes) und gab damit die passende Antwort auf das aus seiner Sicht verkorkste Rennen in Monaco.
Am Freitagabend war es wieder soweit. Der aus dem rheinischen Karneval bestens bekannte ostbelgische Narrenbotschafter Edgar Andres aus Heuem lud zur fünften Auflage seiner Rednergala ins St.Vither Triangel.
Gerhard Schmitz aus St.Vith kandidierte am Sonntag als Einzelkandidat für einen Platz im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Erreichen konnte er sein Ziel nicht, doch der 64-Jährige blickt nicht allzu enttäuscht auf die Wahlergebnisse.
Enttäuschung am Wahlsonntag. Jolyn Huppertz und ihre sieben Mitstreiter von der Liste „Huppertz & Co.” scheiterten, nur 1,7 Prozent der Wahlberechtigten gaben der Bürgerliste ihre Stimme. Für einen Platz im Parlament reichte es damit nicht.
„Ich kann es nicht glauben“, sagte nicht nur Liesa Scholzen, Co-Vorsitzende von ProDG, immer wieder im Laufe des Abends. In der Kantine des FC Eupen waren Kandidaten und ihre Familien sowie Sympathisanten und Freunde zusammengekommen. Und hier konnte man wirklich von einer Wahlparty sprechen.
Den Satz mit X nahm am Sonntagabend bei der CSP zwar keiner in den Mund, doch auch ohne den Finger tief in die Wunde zu legen, war allen Sympathisanten der Christlich-Sozialen im Eupener Kolping-Haus klar, dass dieser Urnengang nicht nach ihrem Geschmack abgelaufen war. Und doch ist eine künftige Regierungsbeteiligung für die Partei von Jérôme Franssen nicht gänzlich ausgeschlossen.
„Hoffentlich können wir die vier Sitze halten“ – sorgenvolle Blicke waren am Sonntagnachmittag bei der SP-Wahlparty im Vereinslokal des Eupener Schachklubs keine Seltenheit. Im Gegenteil: Als am frühen Abend endlich die ersten Ergebnisse bekannt wurden, und im Laufe der nächsten Stunde sich immer klarer abzeichnete, dass die SP wohl Stimmenverluste werde einstecken müssen, zogen dunkle Wolken am Kehrweg auf.
Was für ein Wahlsonntag in der Deutschsprachigen Gemeinschaft: Oliver Paasch war bisher Ministerpräsident und wird es auch nach dem Urnengang 2024 bleiben. Um diese Feststellung zu machen, braucht man kein großer Prophet zu sein, angesichts des überraschend deutlichen Erfolges seiner politischen Formation ProDG.
Die Würfel sind gefallen; Ostbelgien hat gewählt. Der große Wahlsieger ist ProDG um den amtierenden Ministerpräsidenten Oliver Paasch, der aller Wahrscheinlichkeit nach, auch in den kommenden fünf Jahren an der Spitze der Regierung stehen wird. Auch Vivant zählt zu den Gewinnern – die CSP hingegen muss eine Klatsche an den Wahlurnen wegstecken.
Wie in der gesamten Wallonie gingen auch im Wahlkreis Verviers, zu dem ebenfalls das Gebiet deutscher Sprache zählt, die Liberalen von MR/PFF bei den Wahlen zum wallonischen Parlament als stärkste Kraft hervor. Ecolo musste deutliche Verluste hinnehmen, während die Sozialisten in Verviers ihr Ergebnis im Vergleich zu 2019 halten konnten. Demnach werden drei Deutschsprachige in Namur vertreten sein. Laut Wahlergebnis sind das Christine Mauel (MR/PFF), Patrick Spies (PS/SP) und Freddy Mockel (Ecolo).
Die Würfel sind gefallen. Die 8,5 Millionen Wahlberechtigten im Land haben am Sonntag die Karten neu gemischt und den Prognosen zum Teil ein Schnippchen geschlagen. Die politische Landschaft ist nach rechts verschoben – nicht nur in Flandern, wo das zu erwarten war, sondern auch in der Wallonie. In Flandern hat N-VA-Chef Bart De Wever den TGV Vlaams Belang praktisch im Alleingang gestoppt, und im frankofonen Landesteil haben die Liberalen der MR und die Zentrumspartei Les Engagés die Wahlen gewonnen. Dies bietet die Möglichkeit, auf föderaler Ebene eine Mitte-rechts-Regierung (mit De Wever als Premier?) zu bilden.
In einer überraschenden Wendung hat Bart De Wever, der Vorsitzende der N-VA, die Wahlen in Flandern gewonnen: Seine Partei bleibt die größte (24,5 %, minus 0,3 %), und das hatte niemand erwartet. Umfragen hatten einen Kantersieg des extrem rechten Vlaams Belang vorhergesagt, aber De Wever konnte in den letzten Tagen mit einem starken Wahlkampf und einem Aufruf zur Vernunft über die Wut das Blatt noch wenden. Der N-VA-Chef hat somit das Initiativrecht und wird ab diesem Montag den Tanz bei der Bildung der flämischen Regierung anführen. Mehr noch: Seine Partei ist für eine Regierungsbildung unumgänglich.
Die PFF feiert sich am Sonntagabend als „kleinen Wahlsieger“: Für den erhofften vierten Sitz im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG) hat es zwar nicht gereicht, aber der Abwärtstrend konnte gestoppt werden.
Einen Sitz hinzugewonnen und zur drittstärksten politischen Kraft im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft aufgestiegen: Vivant hatte am Wahlsonntag trotz leichter Stimmeneinbußen Grund zum Feiern. Dennoch kam auf der Wahlparty im Pub24 in Bütgenbach keine Jubelstimmung auf.