Die Entscheidung, sich als Einzelkandidat für die Wahlen aufzustellen, hatte Gerhard Schmitz gut durchdacht.
Gerhard Schmitz: „Es hätten ein paar mehr sein können“
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Kommentare
Die Schlacht ist geschlagen, jetzt bleibt die Manöverkritik.
„Entscheidung gut durchdacht“?
Mag sein, aber die Umsetzung war ein Fiasko. Der Herr Schmitz hat nämlich sein Schlachtross von hinten aufgezäumt. Seit Anfang des Jahres auf der Suche nach „Mitstreitern“, gelang es ihm erst kurz vor Toresschluss, zwei Kandidaten und eine anonym gebliebene Kandidatin aufzutreiben, die dann auch noch gleich wieder das Handtuch warf.
Dafür, hundert Unterschriften auf Wochenmärkten oder an der Haustür zu sammeln und dabei für sein Programm zu werben, hatte er „keine Zeit“.
Statt mit einer Gruppe Gleichgesinnter ein Programm auszuarbeiten und das bei einer Bürgerversammlung zu präsentieren, hat er im Alleingang entschieden, was die Leute so motivieren soll, für ihn zu stimmen.
Sein Ziel „die Spaltung der Gesellschaft“ zu überwinden, wurde dadurch völlig unglaubwürdig, dass er – wie an anderer Stelle ausgeführt – durchaus ein menschengemachtes „CO2-Problem“ sieht, also dessen Existenz nicht leugnet, andererseits aber bereit war, zwei extrem radikale Klimawandelleugner („Klimaquatsch“, „Klimaparanoia“) auf seine Liste zu setzen. An deren Willen zur "Versöhnung" darf doch wohl mit Recht gezweifelt werden.
Auf dieses Paradox angesprochen, versucht er sich damit herauszureden, dass „es doch für die Glaubwürdigkeit einer Liste, die sich u.a. die Versöhnung auf ihre Fahne schreibt, keinen besseren Beleg [geben würde], als die Überwindung der Spaltung innerhalb derselben Liste zu schaffen.“
Unter diesen Gesichtspunkten sind die erhaltenen 173 Stimmen wohl schon als Erfolg zu werten.
Man muss allerdings bekennen, bei der (notwendigen) Auseinandersetzung mit Herrn Schmitz einen kapitalen taktischen Fehler begangen zu haben.
Zwar war eine Stimme für die Liste24 nicht nur aus politisch-inhaltlicher Sicht fragwürdig, sondern auch aus demokratischer Sicht eine „verlorene“ Stimme, da sie zwangsläufig an der 5% Hürde scheitern musste.
Jede… zusätzliche Stimme für Herrn Schmitz und Frau Huppertz, hätten jedoch höchstwahrscheinlich dazu beigetragen, den 4 Sitz für Vivant zu verhindern, da alle drei wohl im gleichen Teich fischen.
Insofern mea culpa, mea maxima culpa… (;-)
Sehr geehrter Herr Schleck,
Statt sich zum wiederholten Male über meine Vorgehensweise lang und breit auszulassen, wäre es doch spannender gewesen, wenn Sie Ihre Meinung zu meinen Anliegen, sprich Elterngeld für alle statt subventionierte Fremdbetreuung für einige, oder Steuerhoheit statt Dotation oder unvoreigenommene Aufarbeitung statt Verdrängung der Pandemie, geäußert hätten.
Übrigens befinden Sie sich mit diesem Schweigen in guter Gesellschaft, denn die anderen 158 Kandidaten haben sich zu diesen wichtigen und kontroversen Themen doch leider auffällig bedeckt gehalten.
Ja Herr Schmitz Gerhard die gesamten Wähler der DG, bis auf 0,4% sind eben einfach..........Ich habe mir übrigens als die Wahlresultate bekannt wurden ein kleines Lächeln nicht verkneifen können.
Da bin ich doch beruhigt, dass nicht allzuviele Menschen auf Herrn Gerhard Schmitz hereingefallen sind. Das macht mich sehr zuversichtlich.
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