Nach acht Monaten mühsamer Koalitionsverhandlungen hat Bart De Wever (N-VA) in der Nacht zum Samstag auch die erste Haushaltsrunde für seine Regierung über die Ziellinie gebracht. Auch der Weg zu diesem sogenannten „Oster-Abkommen“ war ein echter Kraftakt: Die Einigung, die erst nach 23 Uhr zustande kam, war das Ergebnis zäher Verhandlungen über Verteidigungsausgaben, heikle Sozial- und Justizreformen, fiskalische Grauzonen, sicherheitspolitische Prioritäten und den Umgang mit wachsender Gefängnisüberbelegung.
Kein eigenes Schulfach für politische Bildung, stattdessen ein verbindlicher, fächerübergreifender Rahmenplan: Das hat Bildungsminister Jérôme Franssen (CSP) im Parlament der DG deutlich gemacht. Das klingt zunächst mal gut: Es braucht eine einheitliche Orientierung, denn solange jede Schule und jeder Lehrer das Thema auf eine eigene Weise behandelt, bleibt unklar, was bei den Jugendlichen ankommt.
„Die Situation ist fantastisch, besser könnten wir sie uns nicht wünschen“, schätzt Pascal Jost die Lage seiner Honsfelder vor dem Saisonendspurt ziemlich positiv gestimmt ein. Durch die einwöchige Pause haben die Teams der 2. Provinzklasse C die letzten Kraftreserven geöffnet, nun geht es auf die Zielgeraden – und die läutet der HSV im Kampf um die Aufstiegsrunde mit dem Gemeindederby gegen den punktgleichen KFC Rocherath ein (So., 15 Uhr).
In der Eifel haben mit dem schönen Wetter auch die ersten Unterhaltsarbeiten an den Regionalstraßen begonnen. Neue Investitionsprojekte der wallonischen Straßenbauverwaltung (SPW) sind vorerst aber nicht in Sicht.
Die Bildungsministerin der Französischen Gemeinschaft, Valérie Glatigny (MR), hat am Freitag klargestellt, dass es nicht ihre Absicht sei, die neue Regelung der Ferien an frankofonen Schulen erneut abzuändern. „Wir behalten die Reform bei“, widersprach die Ministerin anderslautenden Berichten.
Strahlender Sonnenschein empfing die Kinder am Freitagmorgen in der Industriezone Morsheck bei Büllingen. Rund 350 Schüler aus 17 verschiedenen Schulen nahmen an der dritten Ausgabe des Schülerwettbewerbs „Holz ohne Grenzen“ teil und erlebten einen abwechslungsreichen Tag. In mehreren Ateliers erhielten sie spannende Einblicke in das vielseitige Material Holz und den Beruf des Schreiners.
Die von der Föderalregierung geplante Abschaffung der sogenannten Ökoschecks bereitet Kopfzerbrechen. Denn laut einer aktuellen Analyse des Personaldienstleisters Acerta nutzen rund 56 Prozent der Unternehmen dieses System. Etwa ein Drittel der Arbeitnehmer erhält regelmäßig solche Schecks, die als steuerfreier Zusatz zum Lohn dienen. Ihr Wegfall könnte spürbare finanzielle Auswirkungen für viele Beschäftigte haben.
Flandern hat einen eigenen Verteidigungsplan. Die Regierung unter Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA) hat ein umfassendes Programm vorgelegt – das erste seiner Art auf regionaler Ebene. Ziel ist es, die lokale Rüstungsindustrie zu stärken, die Bevölkerung für Sicherheitsaufgaben zu sensibilisieren und zugleich einen Beitrag zum NATO-Ausgabenziel zu leisten. Ob Letzteres gelingt, ist allerdings fraglich.
Seit Saisonbeginn stemmt sich die U23 der AS Eupen gegen den Abstieg aus der 2. Division Amateure, schon lange brennt die Rote Laterne am Kehrweg. Am Sonntag (15 Uhr) könnte das Schicksal der „Young Pandas“ besiegelt sein.
Das Heimspiel gegen den RFC Seraing wird für bis zu 14 Spieler der AS Eupen das letzte im Kehrwegstadion. Im Sommer laufen mehr als ein Dutzend Verträge aus. Wie so oft in den vergangenen Jahren wartet eine Großbaustelle auf den gesamten Klub.
Nur noch einige Restkarten sind erhältlich. Am Karfreitag hebt sich zum elften und letzten Mal der Vorhang im St.Vither Triangel. Die Schönberger Passionsspiele, die über mittlerweile drei Jahre gewachsen und gereift sind, werden dann auch in diesem Jahr weit über 5.000 Besucher aus nah und fern in ihren Bann gezogen haben.
Die künftige deutsche Bundesregierung spricht sich klar für das europäische Großforschungsprojekt aus. Gravitationswellen nutzen, um tief ins Universum zu schauen.
Das nennt man einen Paukenschlag: Die Unternehmen Pegri (St.Vith) und Bernard Gotta (Lüttich) haben ihre Pläne, den Schlachthof in Bastogne zu übernehmen und auszubauen, zu Grabe getragen.
Bereits am Samstagnachmittag (15 Uhr) eröffnen Lontzen und Eupens zweite Garde den drittletzten Spieltag in der 3. Provinzklasse D. Mit dem Klassenerhalt in der Tasche, kann der KSC den Rest der Saison entspannt angehen, während der FC auf dem Weg in die Endrunde in die Erfolgsspur zurückfinden muss.
Das Aus der Cora-Hypermärkte in Belgien – bis spätestens Anfang 2026 sollen alle sieben Filialen schließen (wir berichteten) – markiert nicht nur das Ende einer bekannten Supermarktkette, sondern steht sinnbildlich für das Scheitern eines ganzen Geschäftsmodells. Die entscheidende Frage: Warum funktioniert das Konzept des „Hypermarché“ heute nicht mehr?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: In 58 Ländern breiten sich derzeit Masern wieder verstärkt aus. Auch Belgien ist betroffen, besser gesagt Flandern, wo seit Jahresbeginn mindestens 55 Masernfälle registriert wurden. 23 davon entfielen allein auf die Provinz Antwerpen. Dort mussten bereits zwei Kinder mit schweren Symptomen auf der Intensivstation behandelt werden. Die Zahl der infizierten Kinder übersteigt jetzt schon die Gesamtzahl des Vorjahres.
Die geplante Wertzuwachs- oder Kapitalertragssteuer auf Aktiengewinne, die ab Anfang 2026 in Kraft treten soll, könnte weniger hart ausfallen als derzeit befürchtet. Die föderalen Regierungsparteien – allen voran N-VA und MR – denken offenbar darüber nach, bei der Einführung auch Kursverluste zu berücksichtigen, die im Zuge der derzeitigen Börsenschwäche, ausgelöst durch die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump, entstanden sind.
Bildungsminister Jérôme Franssen (CSP) will den Erwerb politischer Kompetenzen nicht auf ein einzelnes Fach beschränken. „Wir sollten politische Bildung nicht isoliert betrachten, sondern in möglichst viele Fächer integrieren“, sagte er während einer Debatte im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG).