„AufGEklärt“: Warum fallen Vögel beim Schlafen eigentlich nicht vom Ast?

<p>Die meisten Vögel verbringen ihre Nachtruhe auf dünnen Ästen sitzend.</p>
Die meisten Vögel verbringen ihre Nachtruhe auf dünnen Ästen sitzend. | Foto: dpa

Im Stehen schlafen? Für Menschen kaum vorstellbar, für Vögel Alltag. Ob im Baum oder in Büschen, die gefederten Freunde bevorzugen das Dösen in luftiger Höhe, und das hat einen praktischen Grund: Schutz. Denn am Boden sind sie ein gefundenes Fressen für Katzen, Marder und Co.

So weit, so sinnvoll. Aber wie schaffen es die Piepmatze, gleichzeitig zu schlafen und auf dünnen Ästen nicht den Halt zu verlieren? „Diese Frage ist ganz einfach zu erklären“, meint Gerhard Reuter von der Naturschutzvereinigung AVES-Ostkantone auf Nachfrage des GrenzEcho: „Ein spezieller Mechanismus im Vogelbein veranlasst, dass sich die Zehen mit den Krallen zusammenziehen, sobald der Vogel in die Hocke geht. Das Ganze passiert ohne Kraftaufwand und ohne spezielle Reizleitungen vom Vogelhirn zu irgendeinem Muskel.“ Je tiefer der Vogel „niederkniet“ und je stärker das Körpergewicht drückt, desto fester ziehen sich die Sehnen und Muskeln zusammen, die den Ast umklammern. „Dieser Greifreflex ermöglicht das schier unendliche Ausharren auf einem Ast oder Zweig“, ergänzt der Vogelexperte.

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