Zweites ESC-Halbfinale mit kontroversem Würge-Song

<p>Musikfans feiern im Eurovision Village vor dem Historischen Rathaus bei einem Konzert. Beim 70. Eurovision Song Contest (ESC) kämpfen insgesamt 35 Acts um die Trophäe.</p>
Musikfans feiern im Eurovision Village vor dem Historischen Rathaus bei einem Konzert. Beim 70. Eurovision Song Contest (ESC) kämpfen insgesamt 35 Acts um die Trophäe. | Foto: Jens Büttner/dpa

In der Wiener Stadthalle beginnt am Donnerstag um 21 Uhr das zweite Halbfinale des diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC). Mit dabei ist etwa Alexandra Capitanescu aus Rumänien, deren Song „Choke Me“ („Würge mich“) im Vorfeld für Diskussionen gesorgt hatte. Die Sängerin hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass ihr Lied Gefahren einer Sexualpraktik verharmlose.

Derweil bleibt die große Protestwelle gegen Israels Teilnahme bislang aus, politische Spannungen sind aber deutlich spürbar. Während des Auftritts des israelischen Kandidaten Noam Bettan kam es zu einzelnen pro-palästinensischen Zwischenrufen, vier Zuschauer wurden aus dem Saal verwiesen. Hintergrund der Kontroverse ist der Gaza-Krieg nach dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023. Fünf Länder boykottieren den ESC 2026 aus Protest gegen Israels Teilnahme. Kritiker werfen der Europäischen Rundfunkunion (EBU) Doppelmoral vor, weil Russland 2022 ausgeschlossen wurde, Israel aber teilnehmen darf. Für Freitag und Samstag werden größere pro-palästinensische und pro-israelische Demonstrationen in Wien erwartet. Viele Israelis empfinden die Boykottforderungen als ungerecht und sehen darin eine Kollektivbestrafung. Zusätzlich sorgte eine Werbekampagne für den israelischen Beitrag für Kritik. Die EBU verwarnte den israelischen Sender KAN, nachdem dieser öffentlich dazu aufgerufen hatte, mehrfach für Bettan abzustimmen. (dpa/sc)

Kommentare

  • Wieso ist Isreal überhaupt dabei? Gehört doch nicht zu Europa, oder?

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