[Live] Tag vier des Vennbrands: König Philippe hat Einsatzkräfte in Sourbrodt besucht

<p>König Philippe hat sich am Montag vor Ort einen Eindruck vom Vennbrand verschafft.</p>
König Philippe hat sich am Montag vor Ort einen Eindruck vom Vennbrand verschafft. | Foto: David Hagemann

Feuerwehrmann mit Verdacht auf Herzinfarkt im Krankenhaus

17.11 Uhr: Bei den Löscharbeiten ist ein Feuerwehrmann aus Monschau mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht worden. Das berichtete der Leiter der Monschauer Feuerwehr laut dem Radiosender „Antenne AC“.

Zudem sei ein belgisches Feuerwehrfahrzeug in einem Graben gelandet. Dadurch können die Monschauer Einsatzkräfte derzeit nicht mit größeren Fahrzeugen in den betroffenen Bereich vorrücken. Trotz der schwierigen und kräftezehrenden Arbeiten sei es bislang gelungen, eine weitere Ausbreitung des Feuers in Richtung der deutschen Grenze zu verhindern.

Monschauer Bürgermeisterin: Lage unverändert

<p>Carmen Krämer</p>
Carmen Krämer | Foto: Federico Gambarini/dpa

16.50 Uhr: Die Brandlage im Hohen Venn ist nach Einschätzung der Monschauer Bürgermeisterin Carmen Krämer (parteilos) unverändert. Deshalb könnten die etwa 30 evakuierten Einwohner derzeit auch noch nicht in ihre Häuser zurückkehren, sagte Krämer bei einer Pressekonferenz. „Aktuell hat sich an der Lage, die wir seit gestern Abend haben, nichts geändert“, sagte sie. „Der Regen hat zwar ein bisschen gutgetan, aber der hat natürlich nicht das Feuer gelöscht, dazu war's dann doch heute Morgen zu wenig.“ Man tue alles dafür, dass niemand in Gefahr gerate.

Kammerausschuss berät über den Vennbrand

16.25 Uhr: Der Innenausschuss der Kammer wird wegen des Großbrands im Hohen Venn zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Kammerpräsident Peter De Roover (N-VA) gab am Montag einer entsprechenden Forderung der Oppositionsparteien Anders und PTB statt. Ein Termin steht noch nicht fest.

Der Abgeordneter Arthur Orlians (Anders) verlangt eine Aussprache mit Innenminister Bernard Quintin (MR) über die Vorbereitung Belgiens auf künftige Großbrände. PTB-Fraktionschefin Sofie Merckx fordert zudem Antworten zu den eingesetzten Mitteln und zum Krisenmanagement. Ihre Partei will unter anderem wissen, weshalb bislang keine föderale Krisenphase ausgerufen wurde.

König Philippe macht sich Bild von der Lage im Brandgebiet

16.06 Uhr: König Philippe (66) hat sich am Montag zunächst im provinzialen Krisenzentrum in Vottem über die Entwicklung des Vennbrands und die laufenden Maßnahmen informiert. Anschließend besuchte er das Koordinationszentrum der Rettungsdienste in Sourbrodt. Dort sprach er mit den Verantwortlichen des Einsatzes, Anwohnern und Rettungskräften.

Begleitet wurde der König unter anderem von Innenminister Bernard Quintin (MR), Vizepremier Jan Jambon (N-VA), dem wallonischen Ministerpräsidenten Adrien Dolimont (MR) und DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG). König Philippe würdigte die „großartige Arbeit“ der Feuerwehr sowie die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienste und Behörden.

Er sei „traurig um das Venn“, das er als „Juwel des Landes“ bezeichnete, und hoffe auf eine schnelle Erholung der Natur. Anschließend begab sich der König gemeinsam mit einem Feuerwehrteam ins Brandgebiet, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.

Psychologische Hilfe für Betroffene des Vennbrands

15.31 Uhr: Die Telefonhilfe Ostbelgien und das Beratungs- und Therapiezentrum (BTZ) bieten gemeinsam psychologische Unterstützung für Menschen an, die durch den Vennbrand belastet sind. Das Angebot richtet sich an unmittelbar Betroffene, deren Angehörige sowie Menschen aus den angrenzenden Gebieten.

Über die Rufnummer 108 ist die Telefonhilfe rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar. Dort können Betroffene ihre Ängste und Sorgen in einem geschützten Rahmen ansprechen. Sollte eine weitergehende Unterstützung notwendig sein, vermittelt das BTZ zeitnah passende psychologische oder therapeutische Angebote.

„In einer solchen außergewöhnlichen Situation ist es wichtig, dass Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine bleiben“, betonen die Leitungen der beiden Dienste. Gemeinsam mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird zudem geprüft, ob bei Bedarf weitere Hilfsangebote unmittelbar vor Ort eingerichtet werden können.

Mehr als 3.000 Hilfsangebote über aidefagnes.be

Foto: Photo News

15.14 Uhr: Die Solidarität mit den Betroffenen des Vennbrands ist groß: Auf der Plattform aidefagnes.be sind bereits rund 3.300 Hilfsangebote eingegangen. Die Internetseite wurde am 15. August von Alexis d’Ascenzo aus Baelen eingerichtet.

Die Unterstützung kommt nicht nur aus der Region, sondern auch aus Deutschland und Luxemburg. Angeboten werden unter anderem Lebensmittel, Getränke, Tierkäfige und Unterkünfte. Auch Unternehmen haben sich gemeldet und wollen Material bereitstellen. Laut d’Ascenzo wurde zudem ein Bestand von 50.000 FFP2-Masken angeboten.

Mittlerweile steht der Initiator mit dem Krisenzentrum in Vottem, dem Nationalpark Hohes Venn, den Rettungsdiensten und dem ÖSHZ der Gemeinde Bütgenbach in Kontakt. Letzteres suchte über die Plattform unter anderem nach Unterkünften.

Ziel sei es, Hilfsangebote zentral zu sammeln und mit aktuellen oder späteren Bedürfnissen zusammenzubringen. Gleichzeitig sollen die Rettungsdienste entlastet werden, die zuvor zahlreiche entsprechende Anfragen direkt erhielten.

Nordostfront bleibt schwer zu kontrollieren

14.11 Uhr: Der Brand im Hohen Venn ist weiterhin nicht vollständig stabilisiert. Zwar konnten die Einsatzkräfte die Flammen in weiten Teilen eindämmen, doch besonders im Nordosten des Brandgebiets bleibt die Lage schwierig. Dort können die Bodentrupps wegen des sumpfigen Geländes nicht eingreifen.

Der Vennbrand hat sich während der Nacht zum Montag kaum weiter ausgebreitet. Die bislang zerstörte Fläche wird weiterhin auf rund 3.000 Hektar geschätzt. Vollständig unter Kontrolle ist das Feuer allerdings noch nicht, wie Nicolas Yernaux, Sprecher des Öffentlichen Dienstes der Wallonie, am Montag erklärte.

In den Bereichen, in denen die Einsatzkräfte bereits Löscharbeiten durchführen konnten, sei es gelungen, die Flammen einzudämmen. An zahlreichen Stellen komme es jedoch weiterhin zu neuen Brandherden. Die Lage könne daher noch nicht als stabil bezeichnet werden.

Bodentrupps können Nordostfront nicht erreichen

Foto: David Hagemann

Besonders problematisch bleibt die nordöstliche Brandfront in Richtung Monschau. Das schwer zugängliche Torfgebiet kann von den Einsatzkräften am Boden nicht erreicht werden. Fahrzeuge und Löschmannschaften können dort deshalb nicht unmittelbar gegen die Flammen vorgehen.

Umso wichtiger ist in diesem Bereich die Unterstützung aus der Luft. Ein niederländischer Chinook-Hubschrauber hat seine Löschflüge am Montag aufgenommen. Die Maschine kann große Mengen Wasser aufnehmen und gezielt über dem Brandgebiet abwerfen.

Darüber hinaus sind zwei Hubschrauber der belgischen Föderalpolizei an den Löscharbeiten beteiligt. Im Tagesverlauf sollen weitere Maschinen aus Deutschland und Norwegen hinzukommen. Auch die beiden schwedischen Löschflugzeuge, die seit Sonntagnachmittag eingesetzt werden, unterstützen den Kampf gegen die Flammen.

Regen brachte bislang wenig Entlastung

Die jüngsten Niederschläge haben nach Angaben von Yernaux bislang nur einen begrenzten Einfluss auf das Feuer gehabt. Sie reichten nicht aus, um die Brandherde im trockenen Gras und in den Torfschichten entscheidend abzukühlen.

Eine der wichtigsten Aufgaben besteht weiterhin darin, ein Übergreifen der Flammen auf zusätzliche Waldflächen zu verhindern. Besonders in bewaldeten Bereichen könnte sich das Feuer schneller ausbreiten und die Löscharbeiten weiter erschweren.

Zugang zum Hertogenwald in Membach verboten

13.52 Uhr: Die Bürgermeisterin von Baelen, Nathalie Thönnissen, hat den Zugang zum Hertogenwald in Membach untersagt. Die Gemeinde gab die vorbeugende Maßnahme am Montag in den sozialen Netzwerken bekannt. Damit soll angesichts der aktuellen Trockenheit ein weiterer Waldbrand verhindert werden.

Wetterexperte warnt vor anhaltender Rauchbelastung

13.33 Uhr: Der Nordwestwind trägt den Rauch des Vennbrands am Montag weiterhin in den Süden der DG. Nach Einschätzung des Wetterexperten Karsten Brandt sind vor allem die Ortschaften entlang des Vennrands betroffen. Besonders kleine Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke sollten die Rauchbelastung möglichst meiden und sich nicht länger als nötig im Freien aufhalten.

Entlastung könnte am frühen Dienstagmorgen Regen bringen. Zwischen 3 und 8 Uhr erwartet Brandt fünf bis zehn Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Der Regen dürfte die Löscharbeiten unterstützen, die weitere Ausbreitung des Feuers bremsen und zugleich einen Teil der Schadstoffe aus der Luft binden.

Wie sich Rauch, Wind und Regen in den kommenden Stunden entwickeln, erklärt Karsten Brandt HIER in einem ausführlichen Wetterbericht.

Feuer in zugänglichen Gebieten unter Kontrolle

12.22 Uhr: In den für die Einsatzkräfte erreichbaren Teilen des Brandgebiets ist das Feuer inzwischen unter Kontrolle. Das teilten die Dienste des Lütticher Provinzgouverneurs am Montagmittag mit. Dies gelte insbesondere für die Brandfront, die sich zuvor in südöstlicher Richtung ausgebreitet hatte.

In einem für die Bodentrupps unzugänglichen Bereich gewann das Feuer während der Nacht dagegen weiter an Fläche. Dort übernehmen tagsüber erneut die Löschflugzeuge und Hubschrauber. Dank des günstigeren Windes und einiger Regenschauer blieb die Ausbreitung jedoch begrenzt.

„Wir hoffen, den Brand heute, morgen oder übermorgen unter Kontrolle zu haben“, erklärt der langjährige Leiter des Forstamtes Elsenborn, René Dahmen. Die Einsatzkräfte bleiben weiterhin in voller Stärke vor Ort und passen ihre Maßnahmen laufend an die Wetter- und Brandentwicklung an.

Zwei Einsatzkräfte bei Löscharbeiten leicht verletzt

Foto: belga

12.04 Uhr: Seit dem Ausbruch des Vennbrands am Freitag sind zwei Mitglieder der Rettungsdienste leicht verletzt worden. Das teilten die Dienste des Lütticher Provinzgouverneurs am Montag mit. Eine Einsatzkraft zog sich eine Verletzung am Rücken zu, eine weitere verletzte sich am Knöchel.

Nach vier Tagen ununterbrochener Löscharbeiten macht sich bei den Feuerwehrleuten zunehmend Erschöpfung bemerkbar. Die Möglichkeiten zur Erholung seien „schwierig, um nicht zu sagen inexistent“, erklärt der Vorsitzende des Kgl. Verbandes der Feuerwehren, Marc Gilbert.

11:30 Uhr: Straßensperren zwischen Bütgenbach und Eupen

Foto: belga

Wegen der anhaltenden Löscharbeiten im Hohen Venn bleiben mehrere wichtige Verbindungen zwischen Bütgenbach und Eupen gesperrt. Betroffen sind die Strecken über Sourbrodt und über Monschau – jeweils in beiden Fahrtrichtungen. Auch die Verbindung über die Gileppe ist weiterhin nicht befahrbar.

Die Gemeinde Bütgenbach verbreitete die Informationen am Montag über ihre sozialen Netzwerke. Demnach ist Eupen von Bütgenbach aus weiterhin über Weismes und Malmedy sowie anschließend über die Autobahn erreichbar. Da sich die Verkehrsführung je nach Entwicklung des Brandes kurzfristig ändern kann, sollen Verkehrsteilnehmer die Beschilderung beachten und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen.

Feuerwehrverband beklagt fehlende Mittel

11.05 Uhr: Belgiens Feuerwehren sind nach Ansicht ihres Verbandspräsidenten Marc Gilbert finanziell nicht ausreichend für Großbrände wie im Hohen Venn gerüstet. Er fordert deshalb eine gemeinsame europäische Flotte von Löschflugzeugen. Auch die beiden Hubschrauber der belgischen Polizei reichten für einen solchen Einsatz nicht aus. Gilbert verlangt zudem deutlich mehr Berufsfeuerwehrleute. Derzeit zählt Belgien rund 6.000 hauptberufliche Kräfte und 12.500 Freiwillige. Dieses Verhältnis müsse umgekehrt werden. Außerdem fordert er eine Entschädigung für die Landwirte, die sich freiwillig an den Löscharbeiten im Hohen Venn beteiligen.

Deutschland schickt zwei Löschhubschrauber


Foto: Photo News

10.14 Uhr: Die deutsche Bundeswehr unterstützt die Löscharbeiten im Hohen Venn mit zwei Hubschraubern des Typs NH90. Die Maschinen sollen noch am Montag zum Einsatz kommen und zunächst sieben Tage zur Verfügung stehen. Die Hubschrauber sind mit faltbaren Löschwasserbehältern ausgestattet. Damit können sie Wasser aus kleineren Gewässern aufnehmen und gezielt über den Flammen abwerfen. Pro Flug lassen sich bis zu 2.000 Liter Wasser transportieren. Deutschland hatte bereits am Sonntag Feuerwehrkräfte in das belgische Brandgebiet entsandt.

Francken will schwere Löschhubschrauber anschaffen

10.01 Uhr: Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) spricht sich angesichts des Vennbrands für den Kauf schwerer Chinook-Hubschrauber aus. Derzeit unterstützen Maschinen dieses Typs aus den Niederlanden die Löscharbeiten. Die Anschaffung sei bereits in der Strategischen Vision der Verteidigung vorgesehen, werde aber wegen der amerikanischen Hersteller politisch kritisch gesehen, erklärte Francken auf der Plattform X. Belgien erhält derzeit außerdem 20 leichtere Airbus-Hubschrauber des Typs H145M, die ebenfalls bei Naturbränden eingesetzt werden könnten. Dafür werden die Piloten allerdings noch ausgebildet. Im Hohen Venn stehen weiterhin sechs Löschfahrzeuge der Armee rund um die Uhr im Einsatz.

König Philippe besucht Sourbrodt

09.44 Uhr: König Philippe wird am Montag das Koordinationszentrum in Sourbrodt besuchen. Dort will er die Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer treffen, die an der Bekämpfung des Vennbrands beteiligt sind und für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Zuvor informiert sich der König im provinzialen Krisenzentrum in Vottem über die aktuelle Lage und die laufenden Maßnahmen. Seine Abreise aus Sourbrodt ist für 14.15 Uhr vorgesehen.

Feuer weiterhin nicht unter Kontrolle

07:51 Uhr: Der Waldbrand im Hohen Venn hat inzwischen schätzungsweise 3.200 Hektar erfasst. Vollständig unter Kontrolle ist das Feuer am Montagmorgen weiterhin nicht. Rund 500 Einsatzkräfte und mehr als 120 Fahrzeuge befinden sich im Brandgebiet.

Leichter Regen unterstützt die Löscharbeiten

07:22 Uhr: Die Wetterbedingungen haben sich am Montagmorgen etwas verbessert. Der Wind hat nachgelassen, die Luftfeuchtigkeit ist gestiegen und über dem Brandgebiet fällt leichter Regen. Das bremst die weitere Ausbreitung des Feuers. Für eine Entwarnung reicht der Niederschlag allerdings nicht aus. „Der Regen ist nicht ausreichend. Wegen der Hitze verdampft der Regen, bevor er den Boden erreicht hat“, sagte Nicolas Yernaux, Sprecher des Öffentlichen Dienstes der Wallonie, dem BRF. Der Regen helfe aber dabei, bislang nicht betroffene Flächen feucht zu halten. Auch der Wind bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Dieser sei „sehr launisch und wechselhaft – unvorhersehbar“, erklärte Yernaux.

Löschhubschrauber nehmen Einsatz wieder auf

07:20 Uhr: Mit Beginn des Tages werden die Löscharbeiten aus der Luft fortgesetzt. In der Nacht mussten die Flugbewegungen eingestellt werden, während die Einsatzkräfte am Boden weiter gegen die Flammen vorgingen. Am Sonntag waren sechs Luftfahrzeuge beteiligt, darunter zwei niederländische Chinook-Hubschrauber und zwei schwedische Löschflugzeuge. Im Laufe des Montags werden zwei weitere Hubschrauber aus Norwegen erwartet.

Feuer rückt nicht weiter zur deutschen Grenze vor

07:05 Uhr: Während der Nacht hat sich der Brand nach Angaben der Behörden in Monschau nicht weiter in Richtung Deutschland ausgebreitet. Derzeit werde nicht davon ausgegangen, dass die Flammen auf deutsches Gebiet übergreifen. Zeitweise war das Feuer bis auf etwa 300 Meter an die Grenze herangerückt. Zwischen der Brandfront und den ersten Häusern befinden sich Wiesen, die von den Einsatzkräften mit Wasser getränkt wurden.

Torfboden erschwert die Löscharbeiten

06:45 Uhr: Der Untergrund im Hohen Venn stellt die Brandbekämpfer vor besondere Herausforderungen. Unterhalb der Grasoberfläche kann das Feuer in den Torfschichten weiterglimmen. Dadurch können sich auch in bereits bearbeiteten Bereichen erneut Brandherde bilden. Am Sonntag hatte Nordwind das Feuer nach Angaben des Lütticher Provinzgouverneurs in südöstliche Richtung gedrückt. Dabei griffen die Flammen auch auf einen Fichtenbestand über, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwert.

Rund 30 Menschen bei Monschau evakuiert

06.36 Uhr: In Ruitzhof und Geisberg bei Kalterherberg mussten am späten Sonntagabend etwa 30 Bewohner ihre Häuser verlassen. Betroffen waren insgesamt 17 Wohnhäuser. Grund waren die mögliche weitere Ausbreitung des Feuers und die starke Rauchbelastung. Die meisten Evakuierten kamen bei Freunden oder Verwandten unter. Vier Personen nutzten eine bereitgestellte Notunterkunft.

Belgien bittet Deutschland um Unterstützung

06.22 Uhr: Belgien hat am Sonntagnachmittag deutsche Feuerwehren um Hilfe bei der Brandbekämpfung gebeten. Während der Nacht wurde Löschwasser von der Perlenbachtalsperre ins Einsatzgebiet gebracht. Zahlreiche Tankfahrzeuge waren dafür über Kalterherberg unterwegs.

Rückkehr nach Sourbrodt und Bütgenbach noch nicht möglich

06.05 Uhr: Die rund 600 Menschen aus Sourbrodt und Bütgenbach, die am Samstag vorsorglich ihre Wohnungen verlassen mussten, konnten am Sonntagabend noch nicht zurückkehren. Das Aufnahmezentrum im Sportzentrum von Malmedy bleibt geöffnet, solange die Evakuierungsmaßnahmen gelten. Die Ursache des Feuers ist noch nicht geklärt. Die Staatsanwaltschaft Lüttich hat Ermittlungen aufgenommen. (dpa/belga/calü)

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