Polizeigewerkschaft unterstützt Fusionspläne – fordert aber gründliche Studie

<p>Vincent Houssin</p>
Vincent Houssin | Foto: belga

Der Minister will die derzeit 176 Polizeizonen auf rund 60 zusammenschrumpfen. In Brüssel soll diese Fusion verpflichtend erfolgen. Im restlichen Land setzt Quintin auf Freiwilligkeit und Anreize, damit sich Zonen zusammenschließen.

Für SLFP-Police-Vizepräsident Vincent Houssin ist klar: „Das aktuelle System ist überholt und zersplittert.“ Besonders problematisch seien die enormen Unterschiede bei den Budgets zwischen den Gemeinden. Während einige Polizeidienste ausreichend Mittel hätten, könnten andere sich nachts gerade einmal ein oder zwei Streifen leisten.

Gleichzeitig warnt die Gewerkschaft davor, eine landesweite Fusion zu schematisch anzugehen. Faktoren wie Einwohnerzahl, Grenzlage einer Gemeinde oder das Vorhandensein eines Gefängnisses müssten zwingend berücksichtigt werden.

„Zwei plus zwei muss am Ende fünf ergeben und nicht drei“, so Houssin. Ziel der Reform müsse es sein, mehr „Blau auf die Straße“ zu bringen und die Sicherheit der Bürger spürbar zu erhöhen. Dafür spricht sich die Gewerkschaft für verbindliche Mindeststandards aus, die in jeder Polizeizone gelten sollen. (belga/calü)

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