176 sind zu viel: Minister Quintin will Zahl der Polizeizonen drastisch reduzieren

<p>Minister Bernard Quintin (Bildmitte) drängt auf eine große Fusionen der lokalen Polizeizonen.</p>
Minister Bernard Quintin (Bildmitte) drängt auf eine große Fusionen der lokalen Polizeizonen. | Foto: belga

Für Quintin ist die aktuelle Struktur zu zersplittert – und damit sicherheitspolitisch ineffizient. „Die heutige Fragmentierung mit 176 Polizeizonen ist nicht gut für die Sicherheit“, erklärte er. Als Beispiel nannte er die Provinz Flämisch-Brabant: Dort gebe es 23 Polizeizonen für rund 1,2 Millionen Einwohner – fast so viele Menschen wie in der Region Brüssel-Hauptstadt, in der es derzeit lediglich sechs Zonen gibt.

Während in der Hauptstadtregion bereits konkrete Gespräche laufen, die sechs bestehenden Polizeizonen verpflichtend zu einer einzigen Zone zusammenzulegen, soll der Rest des Landes einen anderen Weg gehen. Dort setzt Quintin auf freiwillige Zusammenschlüsse – allerdings mit deutlichem politischem Druck.

„Ich dränge sehr darauf, dass im ganzen Land an bedeutenden Fusionen gearbeitet wird. Aber das muss auch zu den Realitäten vor Ort passen“, sagte der Minister in den Zeitungsinterviews.

Parallel dazu treibt Quintin eine weitere, für die Polizeizonen entscheidende Reform voran: die Überarbeitung der sogenannten KUL-Norm, die die staatlichen Zuschüsse für die lokalen Zonen regelt. Laut Quintin soll die Reform dafür sorgen, dass die Finanzierung für große Städte „akzeptabler“ wird – ein Punkt, der in der Vergangenheit immer wieder für Spannungen sorgte.

Konkret wird es bereits in wenigen Tagen: Am 10. Februar befasst sich der Innenausschuss der Kammer mit einem entsprechenden Entwurf, der die künftigen Fusionen der Polizeizonen auf den Weg bringen soll. (belga/calü)

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