Die Abgeordneten wollen zunächst ein juristisches Gutachten der Parlamentsdienste abwarten, das klären soll, ob eine solche Kommission parallel zu laufenden Ermittlungen möglich ist. Eine Abstimmung wird kommende Woche erwartet.
Vor allem die Mehrheitsparteien äußerten Vorbehalte wegen des laufenden Gerichtsverfahrens und verwiesen zugleich auf geplante Maßnahmen der Föderalregierung gegen Geldwäsche. Während die PTB der MR vorwarf, in die Affäre verwickelt zu sein, pochten Liberale und Mehrheitsparteien auf die Unschuldsvermutung. Die PS betonte dagegen, Ziel der Untersuchung sei nicht die Behandlung einzelner Personen, sondern der Kampf gegen Geldwäsche.
Hintergrund der Debatte ist die Affäre um Didier Reynders, einen der bekanntesten liberalen Politiker Belgiens der vergangenen Jahrzehnte. Der MR-Politiker war unter anderem föderaler Finanzminister, Außenminister und zuletzt EU-Kommissar für Justiz. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Geldwäsche. Nach Medienberichten prüfen die Ermittler verdächtige Geldbewegungen, unter anderem im Zusammenhang mit Bankkonten und Lotterieprodukten. Reynders ist in dem Verfahren nicht verurteilt; es gilt aktuell die Unschuldsvermutung. (belga/calü)

Kommentare
Irgendwann wird auch diese "Affäre" im großen Topf der Justiz landen der nie zu eine Verurteilung führen wird weil...ein Politiker involviert ist.
Selbst wenn die Beweisen klar und deutlich sind...
Anderes Beispiel:
Ex Minister Verhofstadt fuhr mit 27 St/Km(korrigierte Geschwindigkeit) durch eine "rote Ampel".
Ein Polizeigericht in Flandern hat der brave Mann frei gesprochen weil sonst sein "Ansehen in der Öffentlichkeit befleckt sein könnte".(Quelle HLN von 19/05/2026).
Ein "normale Bürger" dagegen, wurde durch ein anderes Polizeigerichts für das Gleiche zu 2 Wochen Führerscheinentzug und ein Bußgeld verurteilt.(Quelle HLN von 19/05/2026)
In Flandern veruntreut die Politikerin Frau Kouakibi öffentliche Gelder und seit 2 Jahren hört man davon nicht mehr.
Klassenjustiz???
Nein, gibt es in Belgien nicht...
Korrektur meinerseits;
Verhofstadt fuhr nicht 27 St/Km schnell sondern die Ampel war 27 Sekunden auf Rot geschaltet als er noch durchgefahren ist.
Eigentlich macht das die Sache noch schlimmer.
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